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Franz König

Pro Oriente

Moskauer Patriarch Kyrill empfing den israelischen Botschafter

Von beiden Seiten wurde die Bedeutung des wachsenden Zustroms russischer Pilger ins Heilige Land betont

Moskau, 21.09.16 (poi) Im Zeichen der Freundschaft zwischen Russland und Israel empfing der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. am Dienstag im Moskauer Danielskloster den israelischen Botschafter Zvi Heifetz. Der Patriarch unterstrich, dass das Heilige Land im Bewusstsein der russisch-orthodoxen Christen immer einen besonderen Platz eingenommen habe. 2017 werde das 170-Jahr-Jubiläum der Russischen Kirchlichen Mission in Jerusalem gefeiert. Diese Einrichtung sei gegründet worden, um den russischen Pilgern den Besuch an den Heiligen Stätten zu erleichtern; sie habe immer eine positive Rolle in der Entwicklung der Beziehungen zwischen Moskau und Jerusalem gespielt. Kyrill I. begrüßte es, dass die Zahl der russischen Pilger in den letzten Jahren wieder dramatisch angestiegen ist; damit habe auch die Bedeutung des religiösen Faktors in den Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und dem Staat Israel wie auch zwischen den beiden Völkern zugenommen. Die russischen Pilger fühlten sich in Israel zu Hause, so der Patriarch und fügte hinzu: „Möge Gott dem Volk Israel und dem russischen Volk helfen, gemeinsam für den Frieden im Nahen Osten zu arbeiten“.

Die Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und Israel seien heute „freundschaftlich“, unterstrich Kyrill I. Dies sei in hohem Maß auch dem Beitrag jener israelischen Bürger zu verdanken, die durch „Geburt, Kultur und Sprache“ mit Russland verbunden sind. Es werde geschätzt, dass mindestens 500.000 israelische Bürger perfekt russisch sprechen, so der Patriarch.

Botschafter Heifetz unterstrich seinerseits, dass die Kontakte mit der russisch-orthodoxen Kirche für Israel sowohl „auf der Ebene des Staates als auch auf der des Volkes“ wichtig seien. Diese Kontakte würden zur Entwicklung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern beitragen. Besonders erfreut sei er darüber, dass sich die russischen Pilger in Israel „zu Hause“ fühlen. (ende)