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Franz König

Pro Oriente

Grabesritter-Orden wächst in Österreich

Neue Komturei in Klosterneuburg – Es geht um das Zeugnis für die Botschaft des Evangeliums in der Öffentlichkeit und um die Verbundenheit mit den Christen des Heiligen Landes

Klosterneuburg, 23.10.16 (poi) In Klosterneuburg wurde am 22. Oktober mit einem feierlichen Gottesdienst die 12. Komturei des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ in Österreich ins Leben gerufen. Hauptzelebrant der Messfeier in der Klosterneuburger Stiftskirche war der Großprior der österreichischen Statthalterei des Ordens, der Salzburger emeritierte Erzbischof Alois Kothgasser. Auf Initiative von Frieder Hermann (der jetzt zum Komtur der neuen Komturei Klosterneuburg ernannt wurde) und Daniela Tollmann hatten sich seit März 2015 regelmäßig an die 20 Personen im Stift zu Gottesdienst und Vorträgen im Sinn des Grundauftrags des Grabesritter-Ordens – Zeugnis für die Botschaft des Evangeliums und Verbundenheit mit dem Heiligen Land als der Heimat Jesu – zusammengefunden. Im Juni gab der Großmeister des Ordens, Kardinal Edwin Frederick O’Brien, seine Zustimmung zur Gründung der neuen Komturei. Die Gründung der neuen Komturei bezeichnete der österreichische Statthalter der Grabesritter, Karl Lengheimer, bei der Feier in Klosterneuburg als Signal für das Wachstum des Ordens in Österreich, der hier bereits mehr als 500 Mitglieder zählt.

Kardinal Christoph Schönborn, der selbst auch dem Orden angehört, sandte aus Ägypten – wo er sich derzeit auf Einladung des koptischen Patriarchen Tawadros II. aufhält – eine Grußbotschaft, in der er die aktuelle Verpflichtung der Grabesritter zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land und im ganzen Orient unterstrich. Zugleich verwies der Wiener Erzbischof auf die Aufgabe der Grabesritter, den Glauben des Evangeliums auch in der Öffentlichkeit zu bekennen.

Erzbischof Kothgasser erinnerte in seiner Predigt u.a. an die Verpflichtung der Christen, in der Fürbitte für Flüchtlinge und Vertriebene zu Gott um Gerechtigkeit und Recht zu rufen. Im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner im Tempel zu Jerusalem werde deutlich, dass sich niemand an die Stelle Gottes stellen dürfe: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Zugleich gehe es in dem Gleichnis um das „Vertrauen auf Gott“: „Gottes Gerechtigkeit ist seine Barmherzigkeit“.

Der Leitende Komtur der Wiener Komturei (der „Mutter-Komturei“ der neuen Klosterneuburger Komturei), Wilhelm Kraetschmer, dankte ebenso wie Statthalter Lengheimer dem Stift Klosterneuburg für die herzliche Aufnahme der neuen Komturei des Grabesritter-Ordens. Am Festgottesdienst und am Festkapitel nahmen u.a. auch der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den internationalen Organisationen in Wien und bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Prälat Janusz Urbanczyk, und als Vertreter des Malteserordens Gesandter Anton Gatnar teil. (ende)