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Franz König

Pro Oriente

Internationale Konferenz der orthodoxen Militärseelsorger in Warschau

35 Militärseelsorger aus 13 Staaten nahmen teil – Betonung der Notwendigkeit der panorthodoxen Zusammenarbeit in diesem Bereich

Warschau, 02.11.16 (poi) In Warschau hat die 3. Internationale Konferenz der orthodoxen Militärseelsorger stattgefunden. Auf Einladung des polnischen orthodoxen Militärbischofs Jerzy (Pankowski) nahmen 35 orthodoxe Militärseelsorger aus 13 Staaten (unter ihnen aus Österreich der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin) an der Konferenz teil. Das zentrale Thema der Konferenz lautete „Das Flüchtlingsproblem und die Arbeit der Militärseelsorger“. Polnische orthodoxe Militärseelsorger berichteten über ihre seelsorglichen Erfahrungen im Zusammenhang mit diesem Thema.
Bei der Konferenz wurde eine engere Zusammenarbeit der orthodoxen Militärseelsorger vereinbart; den Verantwortlichen der 14 autokephalen orthodoxen Kirchen soll die Gründung einer „Internationalen Vereinigung der orthodoxen Militärseelsorger“ vorgeschlagen werden. Betont wurde die Notwendigkeit einer panorthodoxen Zusammenarbeit im Hinblick darauf, dass in den Strukturen der Militärseelsorge nur „kanonische Priester“ eingesetzt werden sollen, „keine Schismatiker oder Betrüger“.

Im Verlauf der Konferenz besuchten die Militärseelsorger Symbolorte der polnischen Orthodoxie wie Suprasl oder Grabarka. In Suprasl wurde ein Requiem am Grab des früheren Militärbischofs Miron (Chodakowski) zelebriert, der 2010 beim Absturz der polnischen Präsidentenmaschine in Smolensk ums Leben gekommen war. Liturgischer Höhepunkt der Konferenz war die Feier der Göttlichen Liturgie in Warschau, bei der Metropolit Sawa (Hrycuniak), das Oberhaupt der polnischen orthodoxen Kirche, die orthodoxen Militärseelsorger aus den verschiedenen Ländern begrüßte. (ende)