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Franz König

Pro Oriente

Heiliger Stuhl fordert sicheren, freien und ungehinderten Zugang zu den Heiligen Stätten in Jerusalem für alle

Ständiger Vatikan-Vertreter bei der UNO in New York urgierte zugleich Hilfe für Libanon und Jordanien, die mit der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge überfordert sind

New York-Jerusalem, 07.11.16 (poi) Der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York, Erzbischof Bernardito Auza, hat vor dem Vierten Hauptausschuss der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen (der sich mit Fragen des UN-Hilfswerks für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten/UNRWA beschäftigt), seine Vision von der heiligen Stadt Jerusalem als dem geistigen Erbe der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam bekräftigt. In diesem Zusammenhang betonte Erzbischof Auza, dass der Heilige Stuhl eine „umfassende, gerechte und dauerhafte Lösung“ der Jerusalem-Frage unterstütze, insbesondere sollte die Religions- und Gewissensfreiheit seiner Bewohner ebenso gewährleistet sein ebenso wie ein sicherer, freier und ungehinderter Zugang zu den Heiligen Stätten für die Gläubigen aller Religionen und Nationalitäten.

Der Erzbischof trat für einen „substanziellen Dialog“ einschließlich „echter bilateraler Verhandlungen“ zwischen Israelis und Palästinensern ein. Zugleich bedankte er sich für die Arbeit des UNRWA und ebenso bei Jordanien und Libanon für die Aufnahme von Flüchtlingen – vor Jahrzehnten der Palästinenser und jetzt der Syrer. Zugleich stellte er fest, dass der Libanon verzweifelt um Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der internationalen Gemeinschaft ringe und auch Jordanien mit hunderttausenden von Flüchtlingen auf seinem Territorium internationaler Hilfe bedürfe. (ende)