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Franz König

Pro Oriente

70 Prozent der Ukrainer bezeichnen sich als „gläubig“

Umfrage des „Ukrainian Sociology Service“ – 40 Prozent der „Gläubigen“ sind mit Pfarrgemeinden der autonomen ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats verbunden – Neue Initiative „Athos-Kiew: 1.000 Jahre“

Kiew, 26.11.16 (poi) 70 Prozent der Ukrainer bezeichnen sich als „gläubig“. Dies berichtet die französische Website „orthodoxie.com“ unter Berufung auf eine neue Umfrage des „Ukrainian Sociology Service“. Von den „Gläubigen“ sind 40 Prozent mit Pfarrgemeinden der autonomen ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats verbunden, 25 Prozent mit Pfarrgemeinden des schismatischen „Kiewer Patriarchats“, 21 Prozent mit Pfarrgemeinden der griechisch-katholischen unierten Kirche und 5 Prozent mit der schismatischen autokephalen ukrainisch-orthodoxen Kirche. Mit den Gemeinden der katholischen Kirche des lateinischen Ritus, der Evangeliumschristen-Baptisten, der islamischen und der jüdischen Glaubensgemeinschaften fühlen sich jeweils nur etwas mehr als ein Prozent der „Gläubigen“ verbunden..

Laut „Ukrainian Sociology Service“ waren allerdings nur 67 Prozent der Angehörigen des Samples – das die ukrainische Gesamtbevölkerung abbildet – überhaupt bereit, über ihre religiöse Haltung Auskunft zu geben. Bei ähnlichen Umfragen in früheren Jahren waren noch weit weniger Personen auskunftsfreudig über ihre religiöse Haltung gewesen.

Die autonome ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats hat gemeinsam mit dem „Internationalen Institut für das Vermächtnis des Athos in der Ukraine“ eine Initiative gestartet, die unter dem Titel „Athos-Kiew: 1.000 Jahre“ in neun europäischen Städten – Warschau, Karlsbad, Prag, Hamburg, Neapel, Rom, Genf, Mailand und Straßburg – die spirituell-kulturelle Verbundenheit zwischen dem Heiligen Berg der Orthodoxie und der Ukraine vor Augen führen soll. Die Initiative umfasst eine Foto-Ausstellung über den Athos mit Bildern des griechischen Fotografen Costas Asimis, den Dokumentarfilm „Tausend Jahre auf dem Athos“, Vorträge des Athos-Spezialisten und Direktors des „Internationalen Institut für das Vermächtnis des Athos in der Ukraine“, Sergej Schumilo, sowie die Präsentation von Büchern zum Thema.

Mit der Initiative soll Interessierten in mittel- und westeuropäischen Städten Gelegenheit gegeben werden, einen ersten Eindruck von der geheimnisvolle Welt des Athos zu gewinnen – einschließlich der Informationen über die Athos-Traditionen, die spirituellen und historischen Verbindungen zwischen dem Heiligen Berg und der Ukraine, über den Einfluss des Athos auf die ukrainische Kultur, die Präsenz der Kosaken von Zaporoschje auf dem Heiligen Berg, die vergessenen ukrainischen Athos-Klöster und über die großen Mönchsgestalten wie den Heiligen Païsij Welitschkowskij (1722–1794, er war der Übersetzer der „Philokalie“ ins Kirchenslawische). (ende)