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Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Vatikan dankt „Pro Oriente“ für ökumenisches Engagement

Schreiben von Kardinal Koch an Präsident Marte im Hinblick auf die erste Konsultation der neuen “Pro Oriente”-Commission for Ecumenical Encounter between the Catholic Church and the Oriental Orthodox Churches (CEE)

Wien, 29.11.16 (poi) Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, hat zur Eröffnung der ersten Konsultation der neuen “Pro Oriente”-Commission for Ecumenical Encounter between the Catholic Church and the Oriental Orthodox Churches (CEE) herzliche Grüße übermittelt. Die bis Donnerstag anberaumte Konsultation wurde am Montagabend in Wien eröffnet. Kardinal Koch unterstrich in einem Schreiben an den “Pro Oriente”-Präsidenten Johann Marte die Pionier-Rolle der Stiftung im Dialog zwischen römisch-katholischer Kirche und orientalisch-orthodoxen Kirchen, die Stiftung habe den Weg zu “besserem Verständnis und bereichernder Zusammenarbeit” eröffnet. Für den großzügigen Einsatz im Hinblick auf die Förderung der christlichen Einheit und die Suche nach Wegen zum Aufbau von “Brücken der Geschwisterlichkeit” gebühre “Pro Oriente” Dank und Anerkennung.

Es sei wichtig, dass sich die erste Konsultation der neuen Kommission mit den “Zeichen von Kommunion und Kommunikation nach der Trennung” beschäftige, unterstrich Kardinal Koch. Das überzeugendste Zeichen des gemeinsamen Glaubens sei das wachsende Verständnis, “dass uns mehr vereint als uns trennt”. Durch die gemeinsame Taufe seien die Christen “Glieder des einen Leibes Christi”, die “in tiefer spiritueller Gemeinschaft als Einheit des Glaubens leben”. Heute sei die gemeinsame Taufe die “gemeinsame Basis für alle Christen, durch die wir die christliche Geschwisterlichkeit wiederentdecken”, so der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Kardinal Koch verwies darauf, dass die Einheit der Kirche im Bild vom dreifaltigen Gott begründet sei. Das erinnere daran, dass die christliche Einheit “ein Geschenk von oben” ist und dass christliche Einheit nicht mit Uniformität verwechselt warden darf, sie sei vielmehr “Einheit in Verschiedenheit”. Im Blick auf den dreifaltigen Gott könten die Christen Spaltungen überwinden, Zwietracht in Einmütigkeit verwandeln, die Sorge um die Armen fördern, eine Kultur der Gastfreundschaft entwickeln und Brücken des Vertrauens und der Freundschaft bauen.

Beim ökumenischen Dialog gehe es nicht nur um einen Gedankenaustausch, sondern auch um einen “Austausch der spirituellen Gaben und der spirituellen Erfahrungen, eine gegenseitige Bereicherung”, so Kardinal Koch.

An der Tagung in Wien nehmen Top-Experten aus den orientalisch-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche teil. Wissenschaftlicher Leiter der Tagung ist der Salzburger Ostkirchenfachmann (und Vorsitzende der Salzburger “Pro Oriente”-Sektion) Prof. Dietmar W. Winkler. Am Dienstag, 29. Novermber, gibt es im Rahmen der Tagung um 19.30 Uhr ein öffentlich zugängliches Abendgebet in der armenisch-apostolischen Kirche St. Hripsime im 3. Bezirk (1030 Wien, Kolonitzgasse 11). (forts)