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Franz König

Pro Oriente

Benefizabend für orthodoxe Gefangenenseelsorge in Wien

Der Verein „Pokrow“ und das Russische Kulturinstitut veranstalten einen karitativen Abend unter dem Motto „Zeige Barmherzigkeit“

Wien, 14.12. 16 (poi) Ein Benefizabend zu Gunsten der orthodoxen Gefangenenseelsorge findet am 19. Dezember – dem orthodoxen Fest des Heiligen Nikolaus - um 18 Uhr im Russischen Kulturinstitut in Wien (1040 Wien, Brahmsplatz 4) statt. Veranstaltet wird der Benefizabend unter dem Titel „Zeige Barmherzigkeit“ vom Russischen Kulturinstitut gemeinsam mit dem vor zwei Jahren begründeten Verein „Pokrow“, der sich zum Ziel gesetzt hat, orthodoxe Häftlinge in den Justizvollzugsanstalten in Wien und Umgebung geistlich und karitativ zu begleiten. Der Chor der russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale wird unter der Leitung von Tatjana Schtscherba an diesem Abend Kompositionen von Brahms und Rachmaninow sowie russische und georgische Lieder singen. Das Buffet wird georgisch sein.

Die beiden ehrenamtlichen „Pokrow“- Seelsorgerinnen Antonina Nedaschkowskaja und Julia Zoy, sowie der Obmann des Vereins, David Muskhelishvili, arbeiten eng mit der russischen Kirche in Wien zusammen, um den orthodoxen Gefängnisinsassen einerseits Sachspenden wie Kleidung, aber auch geistliche Fürsorge zukommen zu lassen. Die orthodoxe Gefängnisseelsorge, die von der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich unterstützt wird, kümmert sich auch um die spirituellen Bedürfnisse der Gefangenen. So feiert Erzpriester Wladimir Tyschuk einmal im Monat eine orthodoxe Liturgie in der Justizvollzugsanstalt Josefstadt. Darüber hinaus werden Häftlinge auch an anderen Standorten wie Stein, Hirtenberg oder Korneuburg betreut.

Die orthodoxen Gefängnisinsassen stammen aus verschiedenen Ländern, der Verein „Pokrow“ nimmt sich vor allem um die russisch, georgisch und moldawisch sprechenden Häftlinge an. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins sind aber auch Vermittler und Bindeglied zwischen den oft sehr jungen Häftlingen und ihren Familien in der Heimat. Dabei stehen sie in vielen Fällen den Familienangehörigen mit Beratung, aber auch mit christlicher Nächstenliebe zur Seite, vor allem ermöglichen sie Kontakte zu den Inhaftierten.

Seit April 2014 gibt es einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen der katholischen Gefangenenseelsorge in Österreich und der Gefangenenseelsorge des Moskauer Patriarchats; in diesen Erfahrungsaustausch ist auch die russisch-orthodoxe Eparchie Wien und Österreich eingebunden. (ende)