Pro Oriente Logo

Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Seelenmesse für Erzbischof Krikorian am 25. Jänner

Beisetzung erfolgt in Etschmiadzin, dem Sitz des armenischen Katholikos-Patriarchen

Wien, 20.01.17 (poi) Die sterbliche Hülle des im 85. Lebensjahr verstorbenen Wiener armenisch-apostolischen Alterzbischofs Mesrob Krikorian wird in Etschmiadzin, dem Sitz des armenischen Katholikos-Patriarchen, beigesetzt werden. Die Seelenmesse zelebriert der armenisch-apostolische Patriarchaldelegat für Mitteleuropa, P. Tiran Petrosyan, am Mittwoch, 25. Jänner, um 18 Uhr, in der armenischen Kirche St. Hripsime (1030 Wien, Kolonitzgasse 11).

Mesrob Krikorian, dessen seine Kirche in „Dankbarkeit und Verehrung“ (P. Petrosyan) gedenkt, hat weiter über seine Kirche und über Österreich hinaus große Wirkung im kirchlichen und ökumenischen Bereich entfaltet. Wesentlich trug er auch zur Entwicklung der Stiftung „Pro Oriente“ bei. Der Salzburger Ostkirchenexperte (und Vorsitzende der Salzburger „Pro Oriente“-Sektion) Prof. Dietmar W. Winkler verweist darauf, dass der Name Krikorians mit dem „Pro Oriente“-Dialog mit den orientalisch-orthodoxen Theologen verschmolzen ist und damit auch „mit den größten ökumenischen Durchbrüchen der von Kardinal König begründeten Stiftung“. Er habe Krikorian als „Vermittler der armenischen Tradition und Theologie“, als „Promotor des inoffiziellen ökumenischen Dialogs der Stiftung ‚Pro Oriente‘“ und als „erfahrenen und versierten Ökumeniker der armenisch-apostolischen Kirche im offiziellen Dialog“ kennengelernt, so Winkler. Wörtlich stellte der Salzburger Ostkirchenfachmann (der selbst der internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und der orientalisch-orthodoxen Kirchenfamilie angehört) fest: „Krikorian gehörte zu jenen ökumenischen Pionieren, die mit höchstem theologischem und historischem Sachverstand die Fähigkeit besitzen, ihre eigene kirchliche Tradition in das Konzert der Ökumene einzubringen, damit die Einheit der Kirche Jesu Christi eine wohlklingende Symphonie werden kann, die den Reichtum der Theologien und Spiritualitäten erkennt“. (ende)