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Franz König

Pro Oriente

„Die Hoffnung kehrt in die Ninive-Ebene zurück“

Nahost-Experte des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, P. Andrzej Halemba, besuchte die befreiten christlichen Dörfer im nördlichen Irak – Ein „Marshall-Plan“ ist notwendig, um den Wiederaufbau in Gang zu bringen – Unter den vertriebenen Christen gibt es aber noch unterschiedliche Meinungen über die Rückkehr

Bagdad-Erbil, 02.02.17 (poi) „Die Hoffnung kehrt in die Ninive-Ebene zurück“: Dies berichtet der Nahost-Experte des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, P. Andrzej Halemba, nach seiner Rückkehr von einem Informationsbesuch in der aus den Händen der IS-Terroristen befreiten Zone im Irak. Wörtlich sagte P. Halemba: „Trotz der vielen dringenden Fragen, die einer Klärung bedürfen, sind die Menschen bereit, in ihre Dörfer zurückzukehren“. Die „dringenden Fragen“ beziehen sich u.a. auf die Problematik der illegalen Aneignung von verlassenen Häusern, eine Untersuchung des möglichen Einsatzes chemischer Waffen bei der Zerstörung christlicher Häuser und die anhaltende Furcht der Christen vor mangelnder Sicherheit, vor der Gewalt isolierter Kämpfer und islamistischer Fundamentalisten, die nicht wollen, dass die Christen zurückkehren.

Um sich selbst ein Bild von der Zerstörung zu machen, hatte P. Halemba alle christlichen Dörfer und Kleinstädte besucht, die zurückerobert wurden. Er berichtete, dass viele Häuser in der Ninive-Ebene nach der Befreiung von ihren Besitzern aufgesucht wurden, „weil sie sehen wollten, was mit ihrem Eigentum geschehen ist“. P. Halemba nahm eine wesentliche Änderung in der Haltung der Vertriebenen wahr: „Wir haben im November eine erste Befragung durchgeführt, um herauszufinden, ob sie in ihre Dörfer zurückkehren wollen. Wir stellten fest, dass die Menschen noch zu viel Furcht hatten – angesichts der andauernden Kämpfe in Mosul, aber auch wegen der Möglichkeit, dass sich in diesem Gebiet noch Terroristen verstecken. Und schließlich gab es auch Bedenken hinsichtlich der Erziehung der Kinder. Diese erste Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass nur wenige zurückkehren wollte. Bei meinem jetzigen Besuch in Alqosh wurde mir gesagt, dass mehr als fünfzig Prozent der Binnenflüchtlinge zur Rückkehr bereit sind. Und diese Zahl nimmt zu“.

Im Zusammenhang mit dem „Kirche in Not“-Hilfsprogramm für die nächsten sechs Monate erläuterte P. Halemba die aktuellen Herausforderungen, denen sich das Hilfswerk bei der Unterstützung der vertriebenen christlichen Familien in Erbil bis zur Rückkehr gegenübersieht: „Wir müssen diesen Flüchtlingen – besonders jetzt im kalten Winter – helfen, damit sie jeden einzelnen Tag überleben. Das heißt, die Unterstützung für Lebensmittelkörbe für mehr als 12.000 Familien sowie für Unterkünfte muss fortgesetzt werden. Wir wurden gebeten, unsere Mietbeihilfe zu erhöhen. Bisher leisteten wir Miet-Unterstützung für 641 Häuser, das entspricht 1.800 Familien. Heute bitten uns mehr als 5.000 Familien um Hilfe. Das ist eine große Herausforderung“.

P. Halemba ruft die internationale Gemeinschaft zu „einem neuen Marshall-Plan“ auf. Unter Bezugnahme auf das europäische Wiederaufbauprogramm, das 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA zur Unterstützung der wirtschaftlichen Stabilität vieler europäischer Staaten initiiert wurde, meint der „Kirche in Not“-Experte: „Um die Situation richtig einschätzen zu können, ist einer der wichtigsten Schritte eine erste Beurteilung des Ausmaßes der Zerstörung. ‚Kirche in Not‘ unterstützt lokale christliche Gruppen, damit eine professionelle Beurteilung vorgenommen werden kann. Tausende Dossiers mit Fotos, Beschreibungen der Zerstörung und einer Aufstellung der geschätzten Kosten für den Wiederaufbau werden zusammengestellt. Mit Hilfe von Satellitenbildern identifiziert das Team jedes Haus in jedem Dorf in der befreiten Ninive-Ebene. Die Häuser, von denen wir sprechen, gehören Mitgliedern der syrisch-katholischen Kirche, der syrisch-orthodoxen Kirche und der chaldäisch-katholischen Kirche. Einige Dörfer sind gemischt. Wir reden hier von rund zehn Dörfern“.

Der nächste geplante Schritt ist eine Fortsetzung der Umfrage vom November 2016, um herauszufinden, wie es um die Absicht von in Erbil untergebrachten christlichen Flüchtlingsfamilien steht, in ihre Heimat zurückzukehren. Auf der Grundlage dieser beiden Dokumente – der Beurteilung der Zerstörung und der Umfrage zur Rückkehrabsicht – will „Kirche in Not“ eine Art Marshall-Plan initiieren, der eine Rückkehr der Vertriebenen erleichtern soll. P. Halemba sieht mehrere Schritte: „Es muss einen konsolidierten Bericht über die Zerstörung und ein Programm zur Beschaffung von Geldmitteln für den Wiederaufbau der Dörfer geben. ‚Kirche in Not‘ wird selbstverständlich den Wiederaufbau fördern, wir müssen dabei jedoch mit anderen Wohltätigkeitsorganisationen zusammenarbeiten. Alleine ist das nicht zu schaffen“. Es müssten aber auch die rechtlichen und politischen Fragen geklärt werden. Dazu gehöre beispielsweise die volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung der Christen im Irak und die Beteiligung der irakischen Regierung am Wiederaufbau. Die Regierung sei für die Schaffung von Strukturen und Arbeitsplätzen verantwortlich, sie müsse aber auch dafür sorgen, dass die Sicherheit der Christen in ihren Dörfern gewährleistet ist. Das sei von „entscheidender Bedeutung“ angesichts der schrecklichen Erfahrungen, mit denen die Christen in der jüngsten Vergangenheit konfrontiert waren. Auch auf internationaler Ebene sollte auf diesen Marshall-Plan für die Ninive-Ebene aufmerksam gemacht und für entsprechende Hilfsprogramme gesorgt werden.

Laut P. Halemba wird die Zeit knapp. Er schätzt, dass die ersten Februarwochen für die Projektplanung des Hilfswerks von entscheidender Bedeutung sind: „Wir haben gedacht, dass die ersten Familien im Juni zurückkehren und ‚Kirche in Not‘ darauf vorbereitet sein sollte, ihnen dabei zu helfen. Aber letzte Informationen zeigen, dass einige Familien beschlossen haben, schon früher in ihre Dörfer zurückzugehen und das trotz der harten winterlichen Bedingungen und der sehr schlechten oder sogar zerstörten Infrastruktur. Wir müssen sehen, ob wir einen Teil unserer Hilfsmittel von Erbil als ‚Starthilfe‘ für die Ninive-Ebene umverteilen können. Diese Menschen verlassen sich auch auf die Kirche – sie sehen die Kirche als Symbol der Sicherheit und Stabilität. ‚Kirche in Not‘ muss diese Menschen in diesem entscheidenden und historischen Moment für die Christen im Irak unterstützen“.
Seit 2014 hat „Kirche in Not“ die Christen im Irak mit 26 Millionen Euro für Nothilfeprojekte, Schulausbildung, Nahrungsmittel und Lebensunterhalt für die Vertriebenen unterstützt.

„Es geht um die Geschichte des Christentums“

Unter den vertriebenen Christen aus der Ninive-Ebene gibt es nach wie vor unterschiedliche Meinungen. Der Priester Najib Karam aus der Eparchie Alqosh sagte im Gespräch mit „Radio Vatikan“, es werde sicher „viel Zeit brauchen, um all das wieder aufzubauen, was von den IS-Terroristen und bei den Kämpfen zur Befreiung der Ebene zerstört wurde: „Wir sehen nur Zerstörung! Tausende von niedergebrannten Häusern; verbrannte Kirchen, zerstörte, ausgeplünderte Kirchen...“ Die vertriebenen Familien könnten im Moment „unmöglich zurückkehren“, so der Priester. Sein Dorf zum Beispiel liege, wie viele andere der Ninive-Ebene, noch ganz nah an der Front, nur drei Kilometer entfernt vom Machtbereich der Terroristen: „In so ein Dorf kann man doch unmöglich zurückkehren, es gibt ja ständig noch Kämpfe! Und wenn ich dann an die vielen Tunnel denke, die von den IS-Terroristen in diesen zwei Jahren angelegt wurden...“
So zurückhaltend sich der Priester über die Rückkehr in die Ninive-Ebene äußerte, so entschieden betonte er, dass die Christen in ein „gänzlich befreites Mosul“ gern zurückkehren würden: „Dort hatten die Christen Häuser, viele von ihnen waren Geschäftsleute, Unternehmer, Uni-Dozenten und waren unabhängig von der Regierung – die haben den starken Wunsch und ein Interesse daran, zurückzukehren. Das Problem ist allerdings, wie sich ihr Zusammenleben mit den Muslimen in der Zukunft gestalten soll; vergessen wir nicht, dass uns viele unserer Nachbarn beraubt und bedroht haben, und dass sie uns gezwungen haben, unser Land, unser Haus zu verlassen. Sie haben sich alle unsere Häuser unter den Nagel gerissen! Das ist sicher schwierig“.

Aber die Rückkehr der Christen nach Mosul und auch in die Ninive-Ebene sei wichtig, schließlich seien die Vorfahren der Christen seit „rund 2.000 Jahren“ dort präsent gewesen: „Auch unsere Väter und unsere Großväter haben Katastrophen erlebt, wenn auch nicht von derselben Tragweite wie heute... Aber diese Verfolgungen hat es immer gegeben, auch vor genau 100 Jahren, im Ersten Weltkrieg und danach, hatten sie die Christen im Visier. Doch wir lieben unser Land und werden daran festhalten, eine Realität des Friedens mit den ‚anderen‘ herzustellen. Wie Jesus uns gelehrt hat: Wir lieben auch unsere Verfolger“.

Najib Karam erinnerte daran, dass es im Irak auch um die Geschichte des Christentums insgesamt gehe. Die chaldäischen Christen würden sich auf Abraham berufen, von dem die Bibel sage, dass er aus „Ur in Chaldäa“ aufgebrochen sei. Die liturgische Sprache der Christen an Euphrat und Tigris sei auch heute Aramäisch, die Sprache Jesu. Mit der christlichen Präsenz im Zweistromland stehe also ein „gerüttelt Maß an Kirchen- und Religionsgeschichte“ auf dem Spiel. Wörtlich meinte der Priester weiter: „Bisher ist noch nicht klar, was die Regierung in Bagdad für die Christen tun wird, die zurückkehren wollen. Wir hoffen allerdings, dass die Regierung dann ihre Pflicht tun und alles Zerstörte wiederherstellen wird. Die Kirche hat, auch dank vieler Wohltäter und Stiftungen, eine Menge getan, um die Christen im Land zu halten, sie hat u.a. viele Schulen im Nordirak eröffnet. Die Regierung hat nichts dergleichen getan, und auch nicht die Länder des Westens. Natürlich brauchen wir Nähe und Hilfe, um weiter hier im Land leben und existieren zu können“.

Hoffnungen für Mosul

Wie diffizil die Frage der Rückkehr der christlichen Flüchtlinge ist, zeigte sich am 8. Jänner, als die irakische Armee das Stadtviertel Sukkar im Osten Mosuls befreite, das früher vorwiegend von christlichen Familien bewohnt war. Die rund 700 Häuser christlicher Eigentümer waren zum größten Teil von aus dem Ausland eingeströmten IS-Terroristen beschlagnahmt worden. Viele dieser Häuser wurden von den Terroristen mit dem arabischen Schriftzeichen ‪„Nun“, dem Anfangsbuchstaben des Wortes „Nasrani“ (Nazaräer=Christen), gekennzeichnet. Die meisten Häuser und Wohnungen waren von den Christen nach der Eroberung Mosuls durch die Terroristen am 9. Juni 2014 verlassen worden. Viele Häuser, darunter auch das Kinderkrankenhaus, wurden von den völlig unfähigen und benebelten Terroristen beschädigt oder zerstört.

„Die Nachrichten aus Mosul wecken natürlich unser Interesse”, sagte nach dem 8. Jänner der chaldäisch-katholische Pfarrer Thabit Mekkol, der als Flüchtling mit seinen Gemeindemitgliedern in Erbil lebt, im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur „Fides“: Aber die Situation bleibt weiterhin gefährlich und es gibt Heckenschützen auf den Straßen. Deshalb ist es noch zu früh, um an eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Häuser zu denken. Dies werden wir erst in Betracht ziehen, wenn die Lage sicher ist. Viele Familien haben noch nicht entschieden, was sie tun werden. Nicht alle, die Mosul nach dem Vormarsch der Terroristen verlassen haben, werden zurückkehren“.

Was Christen durchzumachen hatten

Was die Christen durchzumachen hatten, schilderte die katholische Nachrichtenagentur „Zenit“ vor kurzem an Hand des Beispiels der 55-jährigen Jeanne d’Arc Behnam Mansour und ihres halbwüchsigen Sohnes Ismail. „Meine Mutter und ich wohnten in Bartella, einem der christlichen Dörfer der Ninive-Ebene“, berichtete Ismail: „Als wir eines Morgens im August 2014 aufwachten, hatte der IS die Stadt eingenommen. Wir versuchten zu fliehen, aber die Dschihadisten raubten uns aus, nahmen uns gefangen und brachten uns nach Mosul“. Sie habe große Angst gehabt, fügte seine Mutter, eine Witwe, hinzu: „Sie schrieben unsere Namen auf und wir hatten keine Ahnung, wo wir waren und was mit uns geschehen würde. Wir waren komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Kurz danach erlaubte man uns, nach Bartella zurückzukehren. Aber an einem Kontrollpunkt verlangte man von uns, zum Islam zu konvertieren. Als wir uns weigerten, schlugen sie uns. Mein Sohn kam ins Gefängnis. Er war erst 14 Jahre alt“.

„Man brachte mich ins Gefängnis von Bartella“, so Ismail im Gespräch mit „Zenit“: „An einem Tag wurde direkt vor meinen Augen ein Schiit erschossen. Die Terroristen sagten zu mir: ‚Wenn du nicht zum Islam übertrittst, erschießen wir Dich auch.‘ Also bin ich zum Islam konvertiert. Von da an verheimlichten wir, dass wir Christen sind.“ Ismail wurde freigelassen und für seine Mutter und ihn begann eine wahre Odyssee, von Bartella zogen sie in verschiedene Viertel von Mosul, danach in das kleine Dorf Bazwaya, nur einen Steinwurf von Mosul entfernt.

„Wir bekamen vom IS ein Dokument, in dem stand, dass wir Muslime sind“, erzählte Ismail weiter: „Dadurch konnte ich mich in Mosul draußen auf den Straßen bewegen. Aber dort war man seines Lebens nicht sicher. Einmal wurde ich zusammengeschlagen, weil meine Hose zu lang war. Einmal, als ich früh am Morgen mit den Dschihadisten zur Moschee ging, war unser Weg versperrt. Plötzlich wurden wir von Männern in orangefarbenen Overalls überholt. Eine Gruppe von IS-Kindern trieb sie mit vorgehaltener Waffe vor sich her. Die Kinder erschossen die Männer voller Freude. Ein anderes Mal geriet ich in eine Menschenmenge auf der Straße. Da war eine Frau. Sie war an Händen und Füßen gefesselt. Die IS-Terroristen bildeten einen Kreis um sie. Wenn es ihr gelingen würde, aus dem Kreis auszubrechen, würde man sie leben lassen. Aber das war unmöglich, sie war ja gefesselt. Während ihre Angehörigen weinten und um Gnade flehten, bewarfen die Dschihadisten die Frau so lange mit Steinen, bis sie starb“.
Ismail musste seine Haare und den flaumenden Bart wachsen lassen. Seine Mutter bekam ein langes Gewand, um sich zu verhüllen. Aber sie durfte nicht auf die Straße gehen. Die IS-Kämpfer wollten, dass der Jugendliche heirate, damit er einer von ihnen werde. Er lehnte ab und sagte, dass er zu jung sei. Ismail: „Das ließ sie unbeeindruckt, denn sogar dreizehnjährige Buben waren verheiratet. Die Terroristen wollten, dass ich mich ihnen anschließe. Sie waren davon überzeugt, dass ‚unser Staat alles überlebt‘“.

„Mein Sohn wurde vom IS gezwungen, den Islam zu praktizieren und ich wurde gefoltert, weil ich nichts über den Islam und den Koran wusste“, sagt seine Mutter Jeanne d’Arc. „Ja, ich schäme mich dafür, dass ich mich zum Islam bekennen musste“, stellt Ismail fest: „Die IS-Terroristen haben mir einen Gebetsteppich gegeben, auf dem ich beten sollte. Männer wurden gezwungen, freitags in der Moschee zu beten. Jeder, der zur Zeit des Freitagsgebets draußen auf der Straße gefunden wurde, wurde zusammengeschlagen. In der Moschee sagte man uns, die Christen der syrischen Tradition (Chaldäer, Assyrer) seien schlecht und dass die Christen nicht dem richtigen Glauben folgten“. Dann wurde bei dem jugendlichen Ismail eine Kette mit dem Kreuz entdeckt. Die Dschihadisten schlugen ihn, er musste einen Monat lang den Koran auswendig lernen. Jedes Mal, wenn er die Fragen der Terroristen nicht so beantworten konnte, wie sie es erwarteten, wurde er geschlagen, auch seine Mutter wurde mit langen Nadeln gestochen, weil sie den Koran zu wenig studiert hatte.

Erst als die irakischen Regierungstruppen mit ihren Verbündeten die Ninive-Ebene befreiten und auf Mosul vorrückten, gelang es Jeanne d’Arc und ihrem Sohn Ismail, mit vielen Tricks der Gewalt der Terroristen zu entkommen. Ismail: „Wir schwenkten eine weiße Fahne, die Soldaten der irakischen Armee begrüßten uns. Wir waren frei“. (ende)