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Franz König

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Syrisch-katholischer Erzbischof startet Hilfsprogramme für Muslime

Erzbischof von Hassake in der syrischen Djazira kümmert sich um vom Hunger bedrohte Bewohner von Beduinen-Dörfern

Damaskus, 27.03.17 (poi) Der syrisch-katholische Erzbischof von Hassake in der syrischen Djazira (dem Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris) , Jacques Behnan Hindo, hat Hilfsprogramme für nichtchristliche Betroffene der Kriegsereignisse in seiner Eparchie gestartet. Die IS-Terroristen hätten sich zwar aus der Umgebung der Stadt Hassake zurückgezogen, aber die Menschen müssten weiterhin unter den Folgen des Konflikts leiden, berichtete der Erzbischof: “Südlich von Hassake gibt es Beduinen-Dörfer, in denen die Menschen hungern. Sie hatten sich mit der Belagerung durch den IS arrangiert, denn dieser garantierte ihnen das Notwendigste zum Leben. Nun hoffen sie auf Unterstützung durch die kurdischen Milizen. Doch viele haben nichts zu essen. Unsere Eparchie ließ in diesen Dörfern rund 3.000 Ziegen und Lämmer verteilen, damit sie Milch haben und Jungtiere aufziehen können“. Die Christen in der Region hätten während des Syrien-Krieges viel Leid erfahren, erinnerte Behnan Hindo. Doch dies gelte auch für Nichtchristen, die es manchmal sogar noch härter getroffen habe. „Wir versuchen, allen zu helfen”, unterstrich der syrisch-katholische Erzbischof. Seine Eparchie habe auch 25 Wohnungen in den südlichen Vierteln der Stadt Hassake wieder aufbauen lassen und diese auch für nichtchristliche Familien zur Verfügung gestellt. Man wolle damit zur Überwindung von wechselseitigen, „religiös“ begründeten Vorurteilen beitragen. Kritisch sieht der Erzbischof diesbezüglich das Verhalten einiger kurdischer Milizen: “Seit fast einem Jahr okkupieren sie ein im Bau befindliches Krankenhaus, das sie eigentlich schon im vergangenen Juni hätten verlassen sollen und behindern damit den Wiederaufbau und die Inbetriebnahme dieser wichtigen Einrichtung”, so der Erzbischof. (ende)