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Franz König

Pro Oriente

Gottesdienst für die Befreiung der entführten Metropoliten von Aleppo

Initiative der antiochenisch-orthodoxen Metropolie für Westeuropa in Vaucresson bei Paris – Gottesdienst findet am 22. April, dem vierten Jahrestag der Entführung, statt

Paris, 12.04.17 (poi) Die Weltöffentlichkeit erinnert sich nicht mehr, aber die Christen umso mehr: Am 22. April sind es vier Jahre, dass die beiden Metropoliten von Aleppo, Mar Gregorios Youhanna Ibrahim (syrisch-orthodox) und Boulos Yazigi (antiochenisch-orthodox) auf dem Weg von der türkisch-syrischen Grenze nach Aleppo von „unbekannten Tätern“ entführt wurden. Die Entführung der beiden Metropoliten bedeutete für die Christen im Nahen Osten einen schweren Schlag. Seit vier Jahren gibt es keine klaren Nachrichten über das Schicksal der beiden Bischöfe. Am bevorstehenden 22. April wird in der antiochenisch-orthodoxen St. Helena-Kirche in Vaucresson westlich von Paris ein Gebetsgottesdienst für die Befreiung der beiden Metropoliten stattfinden, zu dem zahlreiche Christen aus dem Nahen Osten erwartet werden.

Der Gebetsgottesdienst wird von der antiochenisch-orthodoxen Metropolie für Westeuropa veranstaltet. Die beiden Metropoliten waren offensichtlich in eine Falle gegangen, als man ihnen die Freilassung von zwei im Februar 2013 aus einem Linienautobus Aleppo-Damaskus entführten Priestern – P. Michel Kayyal (armenisch-katholisch) und P. Maher Mahfouz (antiochenisch-orthodox) – versprach. Der Chauffeur von Mar Gregorios – in dessen Wagen auch Metropolit Boulos Yazigi mitgereist war – wurde bei dem Überfall getötet. Nach der Entführung der beiden Metropoliten gab es keinerlei Forderungen oder „Bekenntnisse“ der beteiligten verbrecherischen Gruppen.

Mar Gregorios ist in besonderer Weise mit der Wiener Stiftung „Pro Oriente“ verbunden, zu deren „Säulen“ er seit vielen Jahren zählt. (ende)
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