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Franz König

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Russland: Metropolit Hilarion tritt für freien Sonntag ein

Unterstützung für Gesetzesinitiative des Föderationsrates, mit der die Sonntagsöffnung der Geschäfte gekippt werden soll – „Viele Familien scheitern, weil die Leute nicht genug Zeit haben, um einfach miteinander zu sein“

Moskau, 16.05.17 (poi) Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), tritt dafür ein, dass die Sonntagsöffnung der Geschäfte in Russland wieder zurückgenommen wird. In seinem regelmäßig m TV-Sender „Russia-24“ ausgestrahlten Programm „Kirche und Welt“ stellte der Metropolit fest, dass er eine entsprechende Initiative des Föderationsrates – des Oberhauses des russischen Parlaments – unterstütze.

Im Föderationsrat wurde ein Gesetzentwurf „Über den Handel“ fertiggestellt, dem zufolge Supermärkte in Zukunft nicht mehr 24 Stunden geöffnet bleiben sollen. An Werktagen sollen sie um 19 Uhr schließen, an Samstagen um 16 Uhr; an Sonntagen sollen sie überhaupt geschlossen bleiben. Nach Ansicht des Metropoliten nimmt die permanente Kaufmöglichkeit den Menschen zu viel Zeit weg: „Möglicherweise ist einer der Gründe für das Scheitern so vieler unserer Familien darin zu suchen, dass die Leute absolut nicht genug Zeit haben, um einfach miteinander zu sein“. Außerdem würde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäfte ein volles Wochenende vorenthalten, „einschließlich der Möglichkeit, in die Kirche zu gehen“. Die Arbeit rund um die Uhr die ganze Woche hindurch mache die Menschen zu „Robotern“, stellte Metropolit Hilarion fest. (ende)