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Franz König

Pro Oriente

Syrisch-katholischer Erzbischof von Mosul besuchte die befreite Tigris-Metropole

Gespräch mit dem irakischen Ministerpräsidenten al-Abadi – Rückkehr der vertriebenen oder geflüchteten Bewohner ist nicht sofort möglich

Bagdad-Mosul, 10.07.17 (poi) Der syrisch-katholische Erzbischof von Mosul, Youhanna Boutros Mouche, hat die aus der Hand der IS-Terroristen befreite Stadt besucht und ist dort mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi zusammengetroffen. Dies teilte Mouche in einem Telefonat mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR mit, als er gerade auf dem Rückweg nach Erbil war. Im Gespräch mit al-Abadi sei es auch um die Rückkehrmöglichkeit für die vertriebenen christlichen Bewohner der Tigris-Metropole gegangen, um Garantien für die Sicherheit und um die notwendige Unterstützung für die Bedürfnisse der Bevölkerung von der Wasserversorgung bis zur Wiedereröffnung der Schulen. Im Augenblick sei die Rückkehr der Bewohner von Mosul – nicht nur der Christen – „schwierig“, es werde Zeit brauchen. Aber grundsätzlich sei die Befreiung von Mosul eine „schöne Nachricht von höchstem Wert für die Zukunft des Landes“, auch wenn die Zerstörungen sehr groß sind.

Im Gespräch mit SIR teilte Erzbischof Mouche mit, dass die Rückkehr der vertriebenen Christen in die Kleinstädte der Ninive-Ebene zügig vorangehe. Vor wenigen Tagen seien 320 Familien nach Qaraqosh (Bakhdida) zurückgekehrt, andere bereiteten sich vor, weil sie im Hinblick auf ihre schulpflichtigen Kinder noch das Ende des Schuljahrs in Erbil abwarten wollen, wohin sie vor drei Jahren beim Einmarsch der IS-Terroristen geflüchtet waren. (forts mgl)