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Franz König

Pro Oriente

König der Belgier bedauert Verfolgung der Christen in Syrien und im Irak

Begegnung mit dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. – Kritik am Schweigen der internationalen Gemeinschaft

Brüssel, 11.09.17 (poi) Der König der Belgier, Philippe I., hat im Gespräch mit dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. die Verfolgung der Christen in Syrien und im Irak durch islamistische Gruppierungen bedauert. Wie es in einer Mitteilung des syrisch-orthodoxen Patriarchats heißt, habe der König das Schweigen der internationalen Gemeinschaft über die kriegerischen Vorgänge im Nahen Osten und über die Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit kritisiert. Zugleich habe der Monarch die Notwendigkeit hervorgehoben, in Syrien eine friedliche Lösung zu unterstützen und den Terrorismus zu bekämpfen.

Der Patriarch habe bei der Begegnung mit König Philippe dazu aufgerufen, die Bemühungen um die Freilassung der beiden entführten Metropoliten von Aleppo, Mar Gregorios Youhanna Ibrahim und Boulos Yazigi, zu intensivieren. Zugleich dankte Mar Ignatius Aphrem II. für den belgischen Einsatz zu Gunsten einer Friedenslösung im Nahen Osten und für die Unterstützung der Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. König Philippe würdigte seinerseits die positive Rolle der syrisch-christlichen Gemeinschaft und ihren Einsatz für die Entwicklung des Landes.

Aus Anlass des Festes Mariä Geburt feierte der syrisch-orthodoxe Patriarch in der Kirche Sainte-Marie in Lüttich (Liege) einen Pontifikalgottesdienst. Dabei dankte er dem katholischen Erzbischof von Lüttich, Jean-Pierre Delville, für dessen Sorge um die syrisch-orthodoxen Gläubigen und für die Unterstützung der syrisch-orthodoxen Seelsorge. (ende)