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Franz König

Pro Oriente

Eine Million Unterschriften für die Rechte der Christen in Syrien und im Irak

Initiative der evangelikalen Organisation “Open Doors” – Appell an UN-Generalsekretär Guterres, sich für den Schutz von Leben, Auskommen und Freiheit aller Menschen einschließlich der Christen, in Syrien und im Irak einzusetzen

Amsterdam-New York, 12.12.17 (poi) Fast eine Million Unterschriften hat die evangelikale Organisation “Open Doors” für ihre Nahost-Petition “Stimmen der Hoffnung” (Voices of Hope) gesammelt. Die Petition unter dem Motto von Psalm 106,47 (“Hilf uns, Herr, unser Gott”) fordert eine gleichberechtigte Zukunft für Christen in Syrien und im Irak. Wörtlich heißt es in der Petition: “Wir appellieren an die Vereinten Nationen, für Christen und Angehörige anderer Minoritäten das Recht auf gleiche Bürgerschaft, würdige Lebensbedingungen und eine herausragende Rolle bei der Versöhnung und dem Wiederaufbau der Gesellschaft sicherzustellen”. Überreicht wurde die Petition am Dienstag in New York.

Die Menschen in Syrien und im Irak hätten in den Jahren des Krieges und der gewalttätigen Unruhe ungeheure Leiden auf sich nehmen müssen, wird in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärt. Leben, Auskommen und Freiheit aller Menschen in Syrien und im Irak müssten geschützt und garantiert warden. Das schließe selbstverständlich die Christen ein.

Die Kirche spiele in beiden Ländern seit 2.000 Jahren eine vitale Rolle in der Gesellschaft und sei entschlossen, auch in Zukunft ein “Ort von Hoffnung und Compassion” zu sein. Und doch seien Christen nach wie vor mit gezielter Gewalt und Verfolgung konfrontiert, sie bedürfen dringend der Veränderungen, um ihre Zukunft in ihren Heimatländern zu sichern. “Wir können nicht zuschauen, wenn Christen unerhörten Bedrohungen ausgesetzt sind. Wir müssen ihnen Hoffnung geben”, heißt es in dem Schreiben. Daher werde der UN-Generalsekretär gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die Gesetzeslage in Syrien und im Irak die gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Bürger unabhängig von Sprache, Religion usw. sichert und fördert und dass die Lebensbedingungen für alle Bürger, vor allem für die zurückkehrenden Flüchtlinge und Inlandsvertriebenen, in Sachen Wohnung, Erziehung, Beschäftigung ständig verbessert werden. Zudem müsse religiösen Führungspersönlichkeiten und Gruppierungen eine “konstruktive und zentrale” Rolle im Versöhnungsprozess und beim Wiederaufbau der Gesellschaft in Syrien und im Irak zugebilligt warden.

“Open doors” ist heute eine weltweit tätige Organisation, die sich für die verfolgten Christen in aller Welt einsetzt. Entstanden ist die Organisation, die ihren Hauptsitz in der niederländischen Stadt Harderwijk hat, aus einer Initiative des damals jungen Missionars Andrew Van der Bijl (“Bruder Andreas”), der 1955 bei einem kommunistischen Jugendfestival in Warschau sah, wie die Verfolgung der Christen durch den damaligen Staatsatheismus in der Praxis aussah. (ende)