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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Eine Domführung für Mitglieder des PRO OREINTE-Freundeskreises (September)

Der Kardinal und sein Dom

Unter diesem Motto trafen die Mitglieder des PRO ORIENTE-Freundeskreises am 21. September zu einer Domführung mit der langjährigen Mitarbeiterin Kardinal Königs und Stephansdom-Kennerin, Dr.in Annemarie Fenzl, zusammen.

Die Expertin bannte die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden bereits am Stephansplatz. Sie berichtete von der ehemaligen Friedhofsanlage an dieser Stelle sowie über die bei Arbeiten an der Wiener U-Bahn entdeckte Virgilkapelle, die aufgrund ihres Grundrisses und ihrer Ausgestaltung beeindruckt. Auch die Domfassade kommentierte Fenzl mit den Worten „Man sieht nur, was man kennt.“ Die tiefe Symbolik, die die Fassade des Stephansdoms prägt, ist den heutigen Menschen in ihrer Bedeutung nicht mehr leicht zugänglich, der Affe, der das Böse symbolisiert, die Christusfigur direkt im Riesentor und deren Körperhaltung, die Uhren usw..
Der Weg führte die kleine Gruppe über die Stiegen hinauf zur Westempore, wo bei Bauarbeiten ungewöhnliche Wandgemälde entdeckt und wieder freigelegt wurden. Der Blick in das Innere des Doms von der Empore aus verdeutlichte einmal mehr die Größe des Wiener Doms, der nach dem Band im Zweiten Weltkrieg fast ausschließlich durch Spenden von Österreichern und Österreicherinnen wiedererrichtet werden konnte. Kardinal Theodor Innitzer setzte sich damals sehr für den Wiederaufbau ein. Aufgrund ihrer Recherchen und langjährigen Erfahrung ermöglichte Annemarie Fenzl den Teilnehmenden eine Reise in die Vergangenheit, die viele Facetten des Doms erschloss.
Zum Abschluss der Führung führte Annemarie Fenzl die Gruppe noch in die Kapelle, wo das Totenkleid von Rudolf dem Stifter ausgestellt ist. Sie erzählte sehr detailliert über die Gründergestalt des Doms und lud noch ins Kardinal König Archiv zu einer kleinen Agape ein, ganz im Sinne des Gründers von PRO ORIENTE.

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Sektion: Wien