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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Ökumenische Begegnung (Februar)

Äthiopienreise der PRO ORIENTE-Delegation 2016

Von 17. bis 26. Februar 2016 besuchte eine PRO ORIENTE-Delegation unter der Leitung des österreichischen „Ökumene-Bischofs“ Manfred Scheuer Äthiopien. Treffen mit den kirchlichen Vertretern sowie mit dem österreichischen Botschafter prägten das Programm.

Patriarch Abuna MatthiasGruppenfoto mit Patriarch Abuna MathiasBischof Manfred Scheuer mit dem äthiopisch-orthodoBischof Manfred ScheuerBegegnung mit Nuntius Erzbischof Luigi BiancoDelegationsteilnehmende vor einer KircheBischof Scheuer mit ÄthiopierÄthiopischer PriesterGruppenfoto mit dem Nuntius in ÄthiopienFelsenkirche in Lalibela

Gleich zu Beginn wurde die Delegation von Botschafter Andreas Melan empfangen. Am Empfang nahmen einige VertreterInnen von Hilfsorganisationen teil, die über die momentan sehr angespannte Situation im Land berichteten. Einer Hungersnot ist die fatale Folge einer großen Dürrephase. Das ohnehin schon sehr arme Land, steht nun einmal mehr vor eine kaum überwindbare Herausforderung.
Im Anschluss an die Heilige Messe in äthiopischer Sprache am Sonntag (21. Februar) wurde die Delegation von Kardinal Berhaneyesus D. Souraphiel CM in seiner Residenz empfangen. PRO ORIENTE-Präsident Johann Marte überreichte dem äthiopisch-katholischen Kirchenoberhaupt Gastgeschenke und berichtete über die aktuellen Aktivitäten von PRO ORIENTE. Der ökumenisch sehr engagierte Kardinal betonte in seiner Ansprache an die Delegation, die Bedeutung der lokalen Zusammenarbeit der Kirchen, um die Herausforderungen gemeinsam einer Lösung zuzuführen.
Am Montag wurden die Reisenden vom äthiopisch-orthodoxen Patriarchen Abuna Mathias empfangen. Bischof Manfred Scheuer überreichte ihm eine Einladung nach Wien von Kardinal Christoph Schönborn, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung PRO ORIENTE. Die Vorgänger von Abuna Mathias, Abuna Tekle Haimanot und Abuna Paulos, waren beide zu Gast in Wien, damals wurden sie vom PRO ORIENTE-Gründer Kardinal Franz König empfangen. In seiner Ansprache zeigte sich der Patriarch besonders erfreut, dass PRO ORIENTE den inoffiziellen Dialog mit den orientalisch-orthodoxen Kirchen im Herbst 2015 wieder aufgenommen hat. Sein Mitarbeiter Fr. Daniel Seifemicahel ist bereits Mitglied dieser PRO ORIENTE-Commission for Ecumenical Encounter between the Oriental Orthodox Churches and the Catholic Church (CEE) sowie Mitglied der offiziellen gemischten Dialogkommission zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen (seit 2004), die sich zuletzt im Februar 2016 in Kairo zur Beratung traf. Ein gutes Klima zwischen den Kirchen sei auch durch die Arbeit von PRO ORIENTE stetig gewachsen.
Am Montagnachmittag trafen in der österreichischen Botschaft auf Einladung von Botschafter Melan mit den PRO ORIENTE-Delegierten VertreterInnen der äthiopisch-orthodoxen Kirche, der äthiopisch-katholischen Kirche und der römisch-katholischen Kirche zusammen. Das mit Hilfe des ökumenisch sehr interessierten Botschafters geplante Symposion trug den Titel „Ecumenical Encounter on ‘Unity in Faith’“. Äthopien: Encounter Program [pdf, 504.78 kb] Referate hielten u. a. Fr. Frans Bouwen, der langjährige PRO ORIENTE-Konsultor und Nahostexperte. Er ist ebenso wie Fr. Daniel Mitglied der offiziellen gemischten Dialogkommission.
Äthopien: Encounter Participants [pdf, 515.3 kb] Eine Begegnung mit dem katholischen Nuntius Luigi Bianco machte deutlich, wie wichtig die Förderung des ökumenischen Anliegens in allen Kirchen ist. Das Wissen um die ökumenischen Errungenschaften der letzten 50 Jahre müsse bekannt gemacht werden, um das ökumenische Ziel der Wiedererlangung der Einheit der Kirche zu erreichen, so das gemeinsame Resümee.
Neben den offiziellen Besuchen konnten die Delegationsmitglieder auch einige Sehenswürdigkeiten erkunden, u. a. verbrachten sie zwei Tage in Lalibela. Besonders prägend war neben der besonderen Bauweise der Kirchen die übergroße Armut, die an jeder Ecke des Landes in die Augen fällt.
Einige der Mitreisenden betonten, dass dies wohl die prägendste PRO ORIENTE-Reise gewesen sei.

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Sektion: Wien