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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Gemeinsam Geschichte schreiben (Mai)

Abschlusspräsentation der Forschungsarbeit zur Union der Siebenbürger Rumänen mit der katholischen Kirche

Das 2001 auf Initiative des Wiener Kirchenhistorikers Prof. Ernst C. Suttner begonnene Forschungsprojekt zu den historischen Hintergründen der Siebenbürger Kirchenunion ist nun zu seinem Abschluss gekommen. Aus diesem Anlass trafen sich die Verantwortlichen der Steuerungsgruppe, Prof. Viorel Ionita (Genf), Prof. Laura Stanciu (Alba Iulia), Dr. Nikolaus Rappert (Wien) und das PRO ORIENTE-Team in Wien.

Neben einer öffentlichen Präsentation der aktuellen Publikation „Die Union der Rumänen Siebenbürgens mit der Kirche von Rom“, die auch online abrufbar ist, wurde über die Arbeitsmethodik, die Zusammensetzung der Gruppe der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie organisatorische Details abschließend beraten. In der Reflexion wurde deutlich, dass ein Projekt mit einer 15-jährigen Laufzeit einen enormen personellen und finanziellen Aufwand bedeutet. Aufgrund der sehr langen Forschungsphase konnten aber auch die Vertrauensbasis zwischen den Teilnehmenden, aber auch zwischen den Kirchen aufgebaut werden. Prof. Ionita betonte, dass das Projekt auf zwei Säulen stehe, der wissenschaftlichen und der persönlichen, diese beiden Säulen sind für die ökumenische Arbeit in Bezug auf historische Fragen besonders wichtig. Die Überwindung von Polemiken kann gelingen, wenn seriöse Quellenforschung betrieben wurde. Die dadurch sich neu erschließende Geschichte bilde eine Basis für eine künftige Konsensfindung.
Im Rahmen des Abendvortrags stellte Dr. Rappert das Projekt kurz vor und erklärte die geschichtlichen Zusammenhänge der Entstehung der griechisch-katholischen Kirche in Rumänien. Die Historikerin Laura Stanciu brachte ein, dass gerade aufgrund des umfangreichen Forschungsprojektes einige Kollegen und Kolleginnen sich veranlasst sahen, spezifische Fragestellen noch einmal gesondert zu bearbeiten und dadurch auch die Rezeption der Forschungsergebnisse der PRO ORIENTE-Arbeitsgruppe zu vertiefen.
Alle ProjektmitarbeiterInnen waren sich einig, dass es ohne das beherzte und mutige Mittun des PRO ORIENTE-Präsidenten Dr. Johann Marte wohl nicht zu einem so erfolgreichen Ergebnis gekommen wäre. Er selbst betonte, dass der unschätzbare Wert dieses Projektes auch in seiner Beispielwirkung zu sehen sei.
Die Abendveranstaltung fand in Kooperation mit der Österreichisch-Rumänischen Gesellschaft und dem Forum Zeit und Glaube im Otto-Mauer-Zentrum statt.

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Sektion: Wien