Pro Oriente Logo

Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Ist ein Frieden in Israel und Palästina möglich? (September)

Abendvortrag von P. Nikodemus Schnabel (Jerusalem)

Dieser Frage ging der neuernannte Administrator der Dormito-Abtei in Jerusalem nach. Ausgehend von den Brandanschlägen in der Außenstellen des Klosters, in Tabgha am See Genezareth, führte P. Nikodemus Schnabel die Zuhörer in eine Welt der Diplomatie, religiöse Streitigkeiten und pulsierende Lebensfreude.

Dabei verdeutlichte er sowohl praktische Schwierigkeiten des Zusammenlebens wie auch diplomatische Versuche und Erfordernisse inmitten der Altstadt Jerusalems. Betont wurde vor allem das gelingende Zusammenleben der wahren „Gott-Suchern“ aller drei großen monotheistischen Religionen, welche friedlich miteinander auskommen und gegenseitige Toleranz und Verständnis praktizieren. Das Gewaltpotenzial liegt viel mehr bei Extremisten, die verblendet sind und meinen Gott bereits gefunden zu haben und zu wissen meinen, was sein Wille sei. Diesem Fanatismus hielt der Referent die mannigfaltigen Solidaritätsbekundungen von allen Seiten der Gesellschaft nach den Brandanschlägen von Tabgha entgegen. Aber auch P. Nikodemus verwehrte sich gegen zu rasche Lösungen des Israel-Palästina-Konflikts, denn bei schwierigen Situationen gibt es keine einfachen Lösungen.
PRO ORIENTE Sektion Linz konnte gemeinsam mit der Initiative Christlicher Orient (ICO) P. Nikodemus Schnabel die freiwilligen Spenden des Abend als Beitrag für den Wiederaufbau des Klosters Tabgha mit nach Jerusalem geben.
Bericht: Florian Wegscheider

Sektion: Linz