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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

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Erste Konferenz der Commission for Ecumenical Encounter

Die 2015 gegründete PRO ORIENTE-Commission for Ecumenical Encounter between the Oriental Orthodox Churches and the Catholic Church hielt von 28. November bis 1. Dezember ihre erste Konferenz in Wien ab.

CEE Armenische Vesperv.l.: Dietmar W. Winkler, Patirachaldelegat Tiran v.l.: Msgr. Gabriel Quicke, Pablo Argaratev.l.: Mönchspriester Saliba Saliba Er, Fr. Baby Vav.l.: Fr. Daniel Seifemicahel, Abba Petros Bergav.l.: Patriarchaldelegat Tiran Petrosian, Heleen MCEE Gruppenfoto der TeilnehmendenCEE Gruppenfoto in der Kirche St. Hripsime

Mitglieder der Kommission sind Vertreter der orientalisch-orthodoxen Kirchen (syrisch-orthodox, armenisch-apostolisch, koptisch-orthodox, äthiopisch-orthodox, malankara-orthodox) und der katholischen Kirche sowie ausgewiesene Fachleute. Die Tagungen bieten die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch, der in dieser Form weltweit einzigartig ist. Die Konferenz trug den Titel „Signs of Communion and Communication after the Division”.
Der koptisch-orthodoxe Papst Tawadros II. ließ den Mitgliedern und insbesondere der Stiftung PRO ORIENTE seine herzlichen Grüße überbringen. Ein Grußwort von Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, wurde von Msgr. Gabriel Quicke verlesen. Darin betonte der Kardinal, dass die von PRO ORIENTE geleistete Pionier-Arbeit für den ökumenischen Dialog von unschätzbarem Wert sei.
PRO ORIENTE-Präsident Johann Marte hieß die 21 Teilnehmenden im Pallottihaus in Wien willkommen. Er betonte im Rahmen der Eröffnung, dass es ihm und der Stiftung ein besonderes Anliegen sei, das orientalische Christentum in den Mittelpunkt zu rücken angesichts der tragischen Entwicklungen im Nahen Osten.
Als besonderes Highlight wurde die Einladung zur gemeinsamen Vesper und zum anschließenden Empfang in der armenisch-apostolischen Gemeinde St. Hripsime von den Teilnehmenden gewürdigt. Der armenisch-apostolische Patriarchaldelegat Vardapet Tiran Petrosian stellte einmal mehr die armenische Gastfreundschaft unter Beweis.
Die ersten drei Referate hielten der wissenschaftliche Leiter der Kommission, Dietmar W. Winkler (Salzburg), Fr. Daniel Seifemicahel (Addis Abeba), Fr. Frans Bouwen (Jerusalem). Die Referenten stellten die Ergebnisse der „Internationalen gemischten Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen“ dar und leiteten daraus Perspektiven ab. Die weiteren Referate versuchten zusammenzufassen, welche Hindernisse einer vollen Kirchengemeinschaft noch entegegenstehen und was zu ihrer Überwindung beitragen könnte. Dazu sprachen: Bischof Anoushavan Tanielian (armenisch-apostolisch, Etschmiadzin), Bischof Mor Polycarpus Augin Aydin (syrisch-orthodox), Fr. Baby Varghese (malanka-orthodox), Bischof Anba Epiphanius (koptisch-orthodox) und Fr. Mark Sheridan OSB (katholisch).
Vor allem wurde deutlich, dass die pastorale Ebene noch stärker im ökumenischen Dialog berücksichtigt werden muss. Die Kirchen und die VertreterInnen der Kirchen müssten dafür Verantwortung übernehmen, den Nachwuchs gut auszubilden, damit diese die Ökumene weiter vorangetrieben werden kann.


Sektion: Wien