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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Ökumenisches Kurzsymposion (März)

Bischöfliche Vollmacht heißt Verantwortung tragen!

Im Rahmen der Kooperation zwischen THEOLOGISCHEN KURSEN und PRO ORIENTE trafen kirchliche Leitungspersonen und Wissenschaftler zusammen, um über Herausforderungen und Chancen des Bischofsamts im 3. Jahrtausend zu diskutieren.

Am Beginn standen drei einführenden Referate, in denen herausgearbeitet wurde, wie sich das Bischofsamt in der katholischen Tradition (Prof. Klaus Unterburger), der evangelischen Tradition (Ministerialrat Karl Schwarz) und der orientalisch-orthodoxen Tradition (Mönchspriester Saliba Saliba Er) entwickelt hat. Dannach sprachen der armenisch-apostolische Patriarchaldelegat Tiran Petrosyan, die evangelisch-methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner und der katholische Militärbischof Werner Freistetter darüber, wie sie ihr Amt leben und ausgestalten.
Die Frage nach den Kriterien einer ökumenischen Amtsführung wurde beantwortet mit Dialogbereitschaft, Weitergabe des Zeugnisses, die Betonung dessen was schon gemeinsam ist. Ergänzt wurde, dass auch ein Mut zur Diversität kennzeichnend ist, denn die Verschiedenheiten und Vielfalt der Kirchen ist durchaus auch eine wachsende Herausforderung.
Zum Thema Flüchtlingspolitik, Diasporagemeinden und humanitäre Hilfe in Krisensituationen wurde gesagt, dass Kirche eine besondere Verantwortung für die Menschen in dieser Welt trägt, denn insbesondere die Versorgung von Geflüchteten z. B. aus dem Nahen Osten sei eine Frage der Menschenwürde. Der Einsatz der Kirchen habe gezeigt, dass es notwendig sein mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, um rasch und reagieren zu können.
Ob das Bischofsamt auch Freude und Bereicherung bedeuten kann, beantworteten alle positiv. Die Verkündigung des Evangeliums sahen sie als zentrale Aufgabe ihres Amtes.


Sektion: Wien