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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Den Austausch mit Fachleuten fördern (Mai)

PRO ORIENTE im Gespräch mit Mitgliedern der orthodox-katholischen Dialogkommission

PRO ORIENTE lud m 16. Mai zum wissenschaftlichen Gespräch mit Prof. Theresia Hainthaler; PRO ORIENTE-Konsultorin und Metropolit Job (Getcha), Repräsentant des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf.

Gruppenfoto der Teilnehmenden am ExpertInnen-GesprMetropolit Job (Getcha) an der Universität Wien

Aus Anlass der Veröffentlichung des in Chieti beschlossenen Dokumentes SYNODALITY AND PRIMACY DURING THE FIRST MILLENNIUM: TOWARDS A COMMON UNDERSTANDING IN SERVICE TO THE UNITY OF THE CHURCH (2016) von der Gemischten Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Römische-Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche wurde ein ExpertInnen-Gespräch mit den beiden genannten Kommissionsmitgliedern organisiert.
In Impulsreferaten gingen Prof. Hainthaler und Metropolit Job auf aktuelle Entwicklungen im Dialog ein. Beide betonten, dass die Veröffentlichung des Dokuments über das Verständnis von Synodalität und Primat im 1. Jahrtausend ein Meilenstein sei, freilich habe das Dokument auch Grenzen.
Im Rahmen des ExpertInnen-Gesprächs wurden neben dem Inhalt des Dokuments auch Themen wie Fundamentalismus in den Kirchen bzw. Religionen und die Zukunft des ökumenischen Dialogs behandelt.
Am Abend hielt Metropolit Job an der Universität Wien einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „The Orthodox Church in the Diaspora – Chances for Ecumenism“. Er betonte vor allem auch die Bedeutung von orthodoxen Theologen in der Diaspora, z. B. verwies er auf das Orthodoxe Theologische Institut Saint-Serge in Paris oder auf das Orthodoxe Zentrum des Ökumenischen Patriarchats in Chambesy bei Genf. Er sprach auch über pastorale Herausforderungen in Diasporagemeinden bzw. -diözesen. Vor allem die interkonfessionellen Eheschließungen stellen für die Ökumene gleichermaßen Chance und Hindernis dar. Trotz aller Herausforderungen, Grenzerfahrungen und Hindernissen, gebe es keine Alternative zum Dialog, denn gerade in unseren Zeiten sei ein einmütiges Glaubenszeugnis von größter Notwendigkeit.

Sektion: Wien