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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Georgsseminar (April)

Antikes christliches Martyrium - heutiges Zeugnis

Am 26. April 2017 fand in den Räumen der Theresianischen Militärakademie zum ersten Mal ein Georgsseminar statt.

Teilnehmer am Georgsseminar

Mit dieser Veranstaltung sollte in Verbindung mit dem am Vortag gefeierten Georgsfest - dem Patron der Georgskathedrale und des ganzen Militärordinariates - eine spirituelle Vertiefung geboten werden.

Dr. Ioan Moga von der Universität Wien stellte den hl. Georg in die Reihe frühchristlicher Soldatenmärtyrer, die das orthodoxe Kirchenjahr und auch die Ikonographie aller orthodoxen Kirchen selbstverständlich prägen.
Die Abtei St. Maurice in der Schweiz sandte H. Thomas Rödder, der auch in der Schweizer Armeeseelsorge tätig ist, um über Martyrium und die heutige Relevanz des hl. Mauritius und seiner Gefährten zu referieren.
Mit der hl. Barbara stellte DDr. Ingrid Fischer von den Theologischen Kursen eine weibliche Märtyrin vor, die auf zum Teil skurrilem Weg zur Patronin auch militärrelevanter Bereiche wie des Pionierwesens, der Artillerie oder der Fliegerabwehr wurde.
Der Ehrenstatthalter des Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, DDr. Karl Lengheimer, führte in die Laienspiritualität dieser Bewegung ein und erläuterte die zeitgemäße Bedeutung von Ritterlichkeit und Höflichkeit für Frauen und Männer.
P. Dr. Laurentius Eschlböck OSB, Benediktiner des Schottenstiftes, schließlich führte die kirchenrechtlichen Grundlagen für Bruderschaften, Dritte Orden und katholische Vereine aus, als Formen aktiver Laienselbstorganisation in der Kirche.

Die Kooperation der Theresianischen Militärakademie mit den Theologischen Kursen und der Stiftung PRO ORIENTE erwies sich als fruchtbar. Die etwa 40 Teilnehmer rieten spontan dazu, dieses Seminar in Verbindung mit dem Georgsfest zu institutionalisieren.

Bericht übernommen von www.irf.ac.at

Sektion: Wien