Pro Oriente Logo

Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Doppeljubiläum im Zeichen der Ökumene (März)

Doppelte Freude für die „Kinder des II. Vatikanums“

Ende März stand im Zeichen der Ökumene - die Sektion Graz der Stiftung Pro Oriente besteht seit 30 Jahren, das Institut für Ökumenische Theologie, Ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie der Universität Graz seit 50 Jahren.

Am 30. März wurden in Graz 50 Jahre Institut für Ökumenische Theologie sowie 30 Jahre Grazer Sektion Pro Oriente gefeiert.
Professor Pablo Argárate, Institutsleiter des Instituts für Ökumenische Theologie, ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im Meerscheinschlössl mit dem Hinweis, dass beide Institutionen „Kinder des II. Vatikanums“ seien. Daneben erinnerte er an zwei historische Ereignisse, die auf akademischem Boden in Graz stattfanden: die Rede des damaligen Regensburger Professors Josef Ratzinger in der Aula der Universität zur Ökumene 1976 und die Verleihung des Ehrendoktorats an den orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. im Jahr 2004. Argárate unterstrich die Bedeutung jeder ökumenischen Anstrengung, „denn jeder Krieg im Namen einer Religion ist ein Krieg gegen die Religion.“
Der Leiter der Grazer Sektion von Pro Oriente, Peter Piffl-Percevic, betonte in seinem Grußwort den Einsatz von Pro Oriente in Graz als „Dienst des Religionsfriedens in der Stadt.“
Der ehemalige Bürgermeister von Graz, Alfred Stingl, hob die wichtige Bedeutung beider Institutionen für die Stadt Graz als Menschenrechtsstadt hervor. Stingl regte an, im Gedenken an 70 Jahre Menschenrechtserklärung 2018 eine europäische, akademische, geistige und geistliche Enquete in Graz abzuhalten.
Philipp Harnoncourt hielt einen Vortrag mit dem Titel: „Die Einsheit der Kirchen“. Die Spaltung der einen Kirche sei ein Skandal, die Glaubwürdigkeit werde damit verraten, so Harnoncourt.
Grigorius Larentzakis bedankte sich bei allen Menschen, die sich am Weg der Ökumene von der Utopie zur Realutopie und schließlich zum echten ökumenischen Bestreben beteiligt haben. Die zweite europäische ökumenische Versammlung 1997 in Graz bezeichnete Larentzakis als „bedeutenden Höhepunkt“.

Aus Anlass der Doppelfeier fand am 31. März das Fachsymposion „Die Eine Kirche – gab es sie jemals wirklich? Alte Kirche zwischen Realität und Mythos“ mit Vorträgen von Prof. Dr. Dietmar Winkler (Salzburg), Prof. Dr. Cesare Alzati (Milano) und Prof. Dr. Andrew Louth (Durham/Amsterdam) statt.


Anbei finden Sie einen ausführlichen Bericht des Ökumene-Institutes inklusive Fotos als PDF Doppeljubiläum_März_2017_Bericht_Ökumene-Institut [pdf, 98.7 kb]

Bericht im Sonntagsblatt vom 9.4.2017 zu finden:

http://issuu.com/sonntagsblatt_stmk/docs/sobl_20170409_14_sd_1_24?e=1574057/46853260#search




Sektion: Graz