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Kardinal Franz König

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Bleiben oder auswandern? (Mai)

Situation der Chirsten im Irak

Der römisch-katholische Erzbischof Jean Benjamin Sleiman von Bagdad berichtete am 29. Mai in Graz über die Situation der Christen im Irak.

Erzbischof Sleimann aus Bagdad bei DiözesanbischofErzbischof Sleimann aus Bagdad mit Diöseanbischof

Die kriegerischen Auseinandersetzungen seit dem Jahr 2003 haben den Staat zerrüttet. „Mit Krieg kann man keine Demokratie schaffen,“ resümiert der Erzbischof. "Wir müssen die Kriege beenden. Man kann nicht sagen, dass man den Krieg bekämpft, aber gleichzeitig Waffen verkaufen. Der Krieg ist immer ein Übel und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", stellte Erzbischof Erzbischof Jean Benjamin Sleiman fest.
Stattdessen solle man das Geld, das für den skandalösen Waffenhandel ausgegeben wird, in den Wiederaufbau des Irak stecken. „Es ist wichtig, dass die Christen in den vom IS befreiten Norden des Irak zurückkehren, aber sie haben Angst. Niemand weiß, was in diesen Gebieten, um die sich mehrere Volksgruppen streiten, nach dem IS passiert“, berichtet Sleiman. Die Welt müsse helfen, im Irak einen wirksamen Rechtsstaat und eine wirkliche "Modernität" aufzubauen, eine Kultur der Vernunft. Nur ein Rechtsstaat kann allen Bürgern des Landes die Einhaltung der Menschenrechte, Freiheit und Wohlergehen garantieren.



Sektion: Graz