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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Hat die Ökumene Zukunft? (Oktober)

Ein Gespräch mit jungen TheologInnen

Am 6. Oktober lud PRO ORIENTE zu einem öffentlichen Gespräch mit den Mitgliedern der PRO ORIENTE-Kommission junger orthodoxer und katholischer TheologInnen ein.

P. Patriciou Vlaicu bei der Kommisssionssitzung 20Abendveranstaltung zum Thema

Auf Wunsch des serbisch-orthodoxen Bischof Andrej (Cilerdzic) für Österreich, Schweiz und Italien fand die Veranstaltung in seiner Residenz in der Veithgasse im 3. Bezirk statt.
Gemeinsam mit Bischof Andrej sprachen die Pastoraltheologin Michaela C. Hastetter, der Kiewer Theologe Sergii Bortnyk und der junge Münsteraner Christian Föller über die gesellschaftliche, politische und binnenchristliche Relevanz und Dynamik der Ökumene.
Bischof Andrej betonte, dass sein Lebensweg von vielen kleinen und großen ökumenischen Schlüsselerlebnissen geprägt worden sei. Damit bot er den Anwesenden einen sehr persönlichen Einblick in seine Biographie. Beeindruckt zeigte er sich von den jungen TheologInnen und ihrem breiten Horizont.
Christian Föller erzählte auch von seinen besonderen Begegnungen mit der Orthodxie, insbesondere in Russland. Das „Mitleben“ mit den anderen sei eine so bereichernde Erfahrung; es führe zu einem rechten Verständnis und deute auf die Notwendigkeit des ökumenischen Bemühens hin.
Sergii Bortnyk betonte, dass aufgrund der Ereignisse am Maidan 2013 die Kirchen eine neue Relevanz in der Ukraine erhalten haben. Die ökumenische Zusammenarbeit habe sich zwar nicht grundsätzlich verändert, sei aber neu ins Bewusstsein getreten.
Michaela C. Hastetter griff in ihrem abschließenden Impuls das Bild der Seidenstraße auf und hielt fest, dass die Ökumene vom Austausch der Gaben - der reichen Gaben jeder einzelnen Kirche - nur profitieren könne.
Die Gäste und Teilnehmenden waren sich einig, dass die Ökumene vielschichtig sei und mit diesen jungen Menschen auch eine Zukunft habe.

Sektion: Wien

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