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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Der geleugnete Genozid (April)

Gedenksymposion: 100 Jahre nach dem Völkermord im Osmanischen Reich

Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Genozids an den armenischen und syrischen ChristInnen 1915/16.
Auf dem Hintergrund der laufenden Berichte über die Verfolgung der orientalischen Christen im Irak und in Syrien durch die Islamisten steht heuer ein Gedenken von erschütternder Aktualität an: Vor 100 Jahren begann – mit einer umfangreichen Verhaftungsaktion in Konstantinopel in den Morgenstunden des 24. April 1915 – der Völkermord an den armenischen und syrischen Christen im damaligen Osmanischen Reich. Bis heute wird dieser Genozid nur von wenigen Ländern als solcher anerkannt.

Aus diesem Anlass informierten die Referierenden Univ.-Doz. Dr. Dr. h.c. Jasmine Dum-Tragut, Univ.-Prof. Dr. Aho Shemunkasho, Professor an der Universität Salzburg und Christian Schüller, ORF-Korrespondent in der Türkei, über die geschichtlichen Hintergründe ebenso, wie über den gegenwärtigen politischen Umgang mit dem Völkermord von 1915. Danach war auch dem Auditorium im Otto-Maurer-Zentrum die Möglichkeit gegeben, mit den Referierenden ins Gespräch zu kommen. Die Informations- und Diskussionsveranstaltung, die vom Forum Zeit und Glaube und PRO ORIENTE gemeinsam initiiert worden war, fand reges Interesse, wie sich auch an der großen Zahl der Zuhörer erkennen ließ.

Am 24. April wurde im Stephansdom um 17.00 Uhr eine ökumenische Vesper zum Gedenken an die Opfer des Völkermordes von 1915 gefeiert.



Sektion: Wien

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