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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Crossroads of Theological Dialogue (April)

Ökumenische Konferenz in Kreta

Von 24. bis 26. April trafen Vertreter sechs verschiedener ständiger Kommissionen, die sich mit Katholisch-Orthodoxer Ökumene auf wissenschaftlicher Ebene befassen, in Kreta zusammen.

Dr. Karkala-Zormpa (Orthodoxe Akademie von Kreta),Eine der drei Arbeitsgruppen beim AustauschDiskussion zu den ReferatenKonferenzteilnehmende mit Erzbischof Getcha u. KarMc Partlan u. Meyendorff (North American Orthodox-v. li.: Prof. Kattan, Prof. Moga u. Prof. HallenslDr. Johannes Oeldemann vom Johann-Adam-Möhler InstDr. Hastetter u. Dr. Athanasiou (P. O. Kommission Klosterbesuch v.li.: Kisic moderiert Bischof Berthet (Comité mix

Obwohl diese Kommissionen in ihrer Arbeitsweise sehr unterschiedlich waren und auch verschiedene Schwerpunkte setzten, konnte einiges an Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Vor allem war es allen ein Anliegen, die Internationale Gemischte Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirchen zu unterstützen. Diese Kommission steht immer wieder unter Druck. Die Frage ist nun: „Was ist die Konsequenz aus beinahe 40 Jahren Dialogarbeit?“
Referate wurden gehalten von zwei Orthodoxen und zwei Katholischen TheologInnen: Prof. Barbara Hallensleben und Prof. Ioan Moga referierten zur Frage nach der Zukunft des Katholisch-Orthodoxen Dialogs auf Basis aktueller kirchlicher Entwicklungen. P. Michel van Parys sprach über die tiefe Sehnsucht nach einer spirituellen Ökumene, wohingegen das Referat von Andrej Shishkov der Frage nach einer ethischen ökumenischen Zusammenarbeit nachging, die vor allem von der Russischen Kirche gefordert wird.
Die Diskussionen waren geprägt von Freundschaft und Vertrauen. Die jeweiligen Ängste und Sorgen wurden sehr ernst genommen. Die Frage, wie mit den fundamentalistischen Strömungen in beiden Kirchen umzugehen sei, wurde mehrfach aufgegriffen. Die große Angst, die sich vor allem unter Orthodoxen Hierarchen verbreitet, ist ein ernstzunehmender Hemmschuh für den Dialog.
Experten und Expertinnen waren dankbar für diese Initiative von PRO ORIENTE, dem Johann-Adam-Möhler Institut und der Orthodoxen Akademie von Kreta. Das Netzwerktreffen bot die Möglichkeit, sich abseits der kommissionellen Arbeiten zu verständigen und die Kontakte zwischen den Kommissionen zu vertiefen. Am Ende dieses ersten Netzwerktreffens war man sich einig, dass in 4-5 Jahren ein weiteres stattfinden solle, um die Fortschritte zu überprüfen.

POI-Meldung:

Repräsentanten des orthodox-katholischen Dialogs tagen auf Kreta


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Sektion: Wien

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