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Imperativ des christlichen
Gewissens.

Erzbischof Alfons Nossol (Oppeln)

Pro Oriente

East Syriac Christianity

International Conference on Research on the Church of the East in China and Central Asia

Das internationale und interdisziplinäre Projekt beschäftigt sich seit 2003 mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der sogenannten nestorianischen Kirche des Ostens, die sich vom 7. Jahrhundert bis zum 14. Jahrhundert bis nach China ausgebreitet hat.

Gruppenfoto

Ausgangssituation

Kirche des Ostens wurde im ersten Jahrtausend jene Kirche genannt, die sich außerhalb des Römischen Reiches ausbreitete. Schon im 7. Jahrhundert erreichte diese früher sogenannten nestorianische (Ostsyrische) Kirche entlang der Seidenstraße Indien, Zentralasien und das China der Tang Dynastie. Im 13. und 14. Jahrhundert, zur Zeit der Mongolenherrschaft, war die Kirche des Ostens die geographisch größte Kirche der Christenheit. Die aufregendste Akkulturation war wohl jene in China, wo sich christliche Mönche ihr Vokabular zur Verkündigung des Evangeliums aus dem Taoismus und Buddhismus ausleihen mussten.
Das Interesse von PRO ORIENTE an der Kirche des Ostens entstand im Rahmen ihres Dialogs mit den Kirchen der syrischen Tradition, in den die Kirche des Ostens Mitte der 90er-Jahre eingebunden wurde. Eine Studienreise von Angehörigen der Universität Salzburg unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. Peter HOFRICHTER nach China lenkte die Aufmerksamkeit auf frühchristliche Spuren des Christentums im Land. Über den Sinologen Prof. Dr. Roman MALEK, der an der Universität Salzburg über die Religionen in China lehrte, gelang es, das Monumenta serica Insitute in St. Augustin für ein gemeinsames Forschungsprojekt zu interessieren. Die Professoren HOFRICHTER und MALEK hatten auch bis 2006 die wissenschaftliche Leitung des Projektes inne.

Arbeitsweise und Ziele

Geplant wurde eine Tagungs- und Publikationsserie, die sich mit der Erforschung des Ostsyrischen Christentums in China beschäftigen sollte. Die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse stand im Mittelpunkt des Projektes.

Ergebnisse und Bewertung

Die erste Konferenz fand im Jahr 2003 statt. Sie wurde von der PRO ORIENTE Sektion Salzburg mit dem Monumenta Serica Insitute durchgeführt. Eingeladen wurden Experten und Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen (u. a. Geschichte, Theologie, Archäologie, Philologie) aus China, Japan, Indien, der Türkei, den USA, Australien, Deutschland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Kanada, Frankreich und Österreich.
Weitere Konferenzen folgten in den Jahren 2006, 2009 und 2013, an denen bis zu 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilnahmen.
Die Konferenzen beschäftigten sich jeweils mit den jüngsten Forschungen und Ausgrabungen, die noch vor wenigen Jahren sowohl in der damaligen Sowjetunion als auch in China aus politischen Gründen nicht möglich gewesen waren. In der Zwischenzeit erregen die Ergebnisse der Salzburger International Conference on Research on the Church of the East in China and Central Asia weltweit Aufsehen.
Die Ergebnisse der bisherigen Konferenzen wurden veröffentlicht, derzeit in der Reihe orientala - patristica - oecumenica im Lit Verlag.

Wissenschaftliche Leitung

Univ.-Prof. Dr. Dietmar W. WINKLER, Universität Salzburg, Österreich
Dr. Li TANG, Universität Salzburg, Österreich

Publikationen

Jingjiao
Jingjiao
Roman Malek und Peter Hofrichter
Sankt Augustin, 2006,

Hidden Treasures and Intercultural Encounters
orientala - patristica - oecumenica vol. 1

Hidden Treasures and Intercultural Encounters
Dietmar W. Winkler und Li Tang
Wien/Berlin, 2009,

From the Oxus River to the Chinese Shores
orientalia - patristica - oecumnica vol. 5

From the Oxus River to the Chinese Shores
Li Tang und Dietmar W. Winkler
Wien/Berlin, 2013,

Winds of Jingjiao
Winds of Jingjiao
Li Tang und Dietmar W. Winkler
Wien, 2016,


Veranstaltungen

4th International Salzburg Conference “Research on the Church of the East in China and Central Asia"
Research on the Church of the East in China and Central Asia
Wissenschaftlicher Kongress mit ca. 40 WissenschaftlerInnen aus China, Japan, Indien, Sri Lanka, Türkei, USA, Australien, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Österreich.

The Sacraments of the Church of the East
4th International Salzburg ConferenceAbendvortrag im Rahmen der 4th International Salzburg Conference “Research on the Church of the East in China and Central Asia”.

The Glorious Past
The History of the Church of the East in China as Symbol among the East Syrian Christians in the 20th Century
„Kirche des Ostens“ wurde in der Antike jene Kirche genannt, die sich außerhalb, im Osten des Römischen Reiches ausbreitete. Schon im 7. Jh. erreichte diese sogenannte “nestorianische” (richtig: ostsyrische) Christenheit über die Seidenstraße Zentralasien, Indien und den chinesischen Kaiserhof der Tang Dynastie. Im Mittelalter, zur Zeit der Mongolen, war die Kirche des Ostens die geographisch größte Kirche des Christentums.

Zum dritten Mal treffen sich ca. ...

5th International Conference on the Church of the East in China and Central Asia 2016


Syrisch-Orthodoxes Abendgebet
For the first time the evening prayer will contain some Syriac liturgical texts found in the oasis of Turfan in East Turkestan at the beginning of last century. Since 7th century Syriac Christianity was spread in Central Asia and the East Syriac missionaries founded a Christian Monastery in Turfan. Some of the Syriac liturgical text survived there go back to the 9th century. And some of these text will be chanted in the even prayer together with the students of the Syriac master’s programme ...

Die Strahlende Lehre
Aufstieg und Fall des ostsyrischen Christentums (Jingjiao) im China der Tang-Dynastie