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Ohne den Heiligen Geist
blieben die Worte des
Evangeliums tote
Buchstaben.

Alterzbischof Otcenasek

Pro Oriente

Geschäftsordnung

Das Kuratorium der Stiftung PRO ORIENTE hat in seiner Sitzung vom 23. November 2005, die am 22. November 1990 beschlossene, am 20. Dezember 2001 abgeänderte und vom Erzbischof von Wien mit Wirkung vom 2. Dezember 2005 bestätigte Geschäftsordnung gemäß § 7/9 wie folgt abgeändert:

§ 1 Arbeitsweise des Kuratoriums
1. Sitzungen des Kuratoriums werden mit dreiwöchiger Mindestfrist einberufen.
2. Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Einberufung mindestens ein Viertel der Kuratoren anwesend oder durch schriftliche Bevollmächtigung anderer Kuratoren vertreten ist.
3. Ein Beschluss kommt dann zustande, wenn eine absolute Mehrheit der anwesenden oder durch einen Bevollmächtigten vertretenen Kuratoren zustimmt. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
4. Das Kuratorium wählt für vier Jahre Mitglieder eines Finanzkomitees, welches in besonderer Weise für die vorausschauende Finanzierung verantwortlich ist.

§ 2 Arbeitsweise des Vorstandes
1. Sitzungen des Vorstandes werden mit einwöchiger Mindestfrist einberufen.
2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn der/die Präsident/in oder der/die Vizepräsidentin und drei weitere Vorstandsmitglieder anwesend sind.
3. Der Vorstand entscheidet mit absoluter Mehrheit der Stimmen, bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Eine Vertretung ist nicht zulässig.
4. Unter den Vorstandsmitgliedern werden die Tätigkeiten (Funktionen) wie folgt aufgeteilt:
a) Finanzierung: Ein Mitglied des Vorstandes führt den Vorsitz im Finanzkomitee (§§ 6/5 und 7/4 der Satzung) und ist mit diesem gemeinsam in besonderer Weise für die vorausschauende Finanzierung der Tätigkeit der Stiftung zuständig.
b) Rechnungswesen: Ein Mitglied des Vorstandes ist für die Erstellung des Jahresvoranschlages und des –abschlusses sowie für das Rechnungswesen zuständig.
c) Rechtsfragen: Ein Mitglied des Vorstandes ist für die Klärung aller Rechtsfragen im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Stiftung zuständig.
d) Protokollfragen: Ein Mitglied des Vorstandes ist für Protokollfragen zuständig.
e) Publikationen: Ein Mitglied des Vorstandes ist für die Planung und Verwirklichung der erforderlichen Publikationen und Dokumentationen der Stiftung zuständig.
f) Stipendien: Ein Mitglied des Vorstandes ist für die Bearbeitung von Stipendienfragen und die Betreuung von Stipendiaten zuständig.
g) Theologische Fachfragen: Mindestens ein Mitglied des Vorstandes ist für theologische Fachfragen zuständig (§ 8/5 der Satzung, § 3/2 der Geschäftsordnung).
5. Die Koordination der im § 2 Pkt. 4 lit. a-g. erwähnten einzelnen Vorstandsmitgliedern übertragenen Aufgabenbereiche obliegt dem/der Präsident/in oder bei dessen Verhinderung dem/der Vizepräsident/in. Die Dienstaufsicht über das Personal obliegt dem/der Präsidenten/in oder bei dessen Verhinderung dem/der Vizepräsidenten/in.
Der/die Generalsekretär/in leitet das Generalsekretariat. Die Vorbereitung und Durchführung der Beschlüsse aller Organe der Stiftung, soweit sie nicht einzelnen Referenten unmittelbar zugewiesen sind, obliegt dem/der Generalsekretär/in.

§ 3 Arbeitsweise der Konsultoren
1. Auf Vorschlag eines oder mehrerer Konsultoren oder des Vorstandes können zum Studium bestimmter Fragen einzelne für ein bestimmtes Fachgebiet kompetente Konsultoren zu Ad-hoc-Sitzungen einberufen werden.
2. Auf Vorschlag des fachtheologischen Vorstandsmitgliedes können Konsultoren zur Vorbereitung und Durchführung spezieller Aufgaben ständige oder nichtständige Kommissionen bilden.

§ 4 Arbeitsweise der Sektionen
1. Derzeit bestehen Sektionen in der Erzdiözese Salzburg und in den Diözesen Graz-Seckau und Linz.
2. Der zuständige Ortsordinarius erlässt auf Vorschlag des Komitees der Sektion ein Regulativ für die Arbeit der diözesanen Sektion. Das Regulativ bedarf der Zustimmung des Kuratoriums auf Vorschlag des Vorstandes.
3. Die Regulative der einzelnen Sektionen enthalten als Mindestbestandteile Bestimmungen über die Zusammensetzung eines Komitees zur Beschlussfassung über die Arbeits- und Finanzierungspläne und zur Entgegennahme der Rechenschaftsberichte, eines Arbeitsausschusses als Exekutive, und eines Finanzausschusses zur Sicherstellung der erforderlichen Mittel.
4. Der Arbeitsausschuss wählt für die Vertretung der Sektion im Vorstand der Stiftung einen Vertreter, sowie für den Fall von dessen Verhinderung einen Stellvertreter.
5. Der Vorsitzende des Finanzausschusses jeder Sektion (oder sein Vertreter) wird zu den Sitzungen des Finanzkomitees des Kuratoriums eingeladen.
6. Für die Fristen für die Einberufung zu allen Sitzungen aller Organe der Sektionen, für die Beschlussfähigkeit und für die erforderlichen Mehrheiten bei der Beschlussfassung gelten die §§ 1 und 2 dieser Geschäftsordnung sinngemäß.
7. Die Organe der Sektionen sind gehalten, die Protokolle ihrer Sitzungen dem Generalsekretariat zu übermitteln.
8. Eine Abänderung des Regulativs durch das Komitee der Sektion bedarf der Bestätigung durch den Ortsordinarius und des Kuratoriums auf Vorschlag des Vorstandes.

Wien, am 2. Dezember 2005

Christoph Kardinal Schönborn
Erzbischof von Wien

Dr. Walter Mick
Kanzler

Sektion: Wien