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Die Einheit der
Christen ist zugleich Zeichen
und Werkzeug für die
Einheit der ...

Dekret "Unitatis Redintegratio"

Pro Oriente

Regulativ der Sektion Graz

1. Die Sektion Graz der Ökumenischen Stiftung PRO ORIENTE wurde vom Bischof der Diözese Graz-Seckau, Dr. h.c. Johann Weber, im Einvernehmen mit dem Kuratorium der Ökumenischen Stiftung PRO ORIENTE in Wien am 14. November 1987 in Graz errichtet, zur Förderung der Aufgaben dieser Stiftung im Bereich der Diözese Graz-Seckau bzw. des Bundeslandes Steiermark (Ord. Zl.: 11 Ök 1/5-87).

2. Die Ökumenische Stiftung PRO ORIENTE wurde 1964 von Kardinal Dr. Franz König errichtet und ist eine Institution der Erzdiözese Wien. Zweck dieser Stiftung ist die Förderung der Ökumenischen Bewegung durch die Herstellung vielfältiger Kontakte zwischen der römisch-katholischen Kirche und allen Ostkirchen. Die Aufgaben und Ziele der Stiftung sind in deren Satzung (§3) genau bestimmt.
Das Arbeitsgebiet der Sektion Graz umfasst in besonderer Weise die orthodoxen Kirchen im griechischen Raum und im übrigen Südosteuropa. „Südosteuropa“ ist auch ein Schwerpunkt der Karl-Franzens-Universität Graz sowie ihrer Katholisch-Theologischen Fakultät, mit der die Sektion Graz eng zusammenarbeitet.

3. Die Tätigkeit der Sektion Graz wird vor allem durch die Leitlinien der Charta Oecumenica, des Konzilsdekretes über den Ökumenismus „Unitatis Redintegratio“ sowie die anderen auf die Ökumene der Christen und Christinnen bezogenen Äußerungen des II. Vatikanischen Konzils, des Ökumenischen Direktoriums und anderer Erlässe des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen, wie auch durch die Satzung und die Geschäftsordnung der Ökumenischen Stiftung PRO ORIENTE bestimmt.

4. An der Spitze der Sektion Graz steht der/die Vorsitzende der Sektion. Auf Vorschlag des/der Vorsitzenden wird ein/e Stellvertreter/in bestellt. Beide werden vom Bischof der Diözese Graz-Seckau für eine Funktionsperiode von in der Regel fünf Jahren bestellt. In Ausnahmefällen kann die Bestellung auf eine kürzere Funktionsperiode erfolgen. Der/die Vorsitzende der Sektion vertritt die Sektion nach außen. Er/sie wird vom Vorstand der Gesamtstiftung, dem Erzbischof von Wien, zur Berufung in das Kuratorium der Gesamtstiftung vorgeschlagen.

5. Organe der Sektion Graz sind: das Komitee, der Arbeitsausschuss und der Finanzausschuss. Die Tätigkeit der Mitglieder dieser Organe geschieht ehrenamtlich.

6. Das Komitee besteht aus dem Bischof der Diözese Graz-Seckau, dem/der Vorsitzenden der Sektion Graz und dessen/deren Stellvertreter/in, sowie etwa 50 Personen des kirchlichen, öffentlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in der Steiermark, die vom Bischof für jeweils fünf Jahre bestellt werden. Den Vorsitz im Komitee führt der Bischof der Diözese Graz-Seckau oder ein/e von ihm beauftragte/r Vertreter/in.
Das Komitee tritt einmal jährlich zusammen. Es berät die Möglichkeiten, wie in der Diözese Graz-Seckau bzw. von Graz aus diese Ziele der Stiftung und die besonderen Aufgaben der Sektion verwirklicht werden können. Es beschließt den Jahresvoranschlag. Es nimmt die Berichte des Arbeitsausschusses und des Finanzausschusses entgegen und erteilt die Entlastung.
Zu den Sitzungen des Komitees sind außer den genannten Mitgliedern auch der/die Präsident/in, der/die Generalsekretär/in und der/die Vorsitzende des Finanzkomitees der Gesamtstiftung sowie die Mitglieder des Arbeitsausschusses der Sektion Graz einzuladen.

7. Der Arbeitsausschuss besteht aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden/r der Sektion und dem/der Vorsitzenden des Finanzausschusses der Sektion, sowie weiteren geeigneten, höchstens zwölf Personen. Sie werden im Einvernehmen zwischen dem Bischof der Diözese Graz-Seckau und dem/der Vorsitzenden der Sektion vom Bischof für eine Funktionsperiode von in der Regel jeweils fünf Jahren bestellt. Zu diesen Personen gehören jedenfalls ein/e Vertreter/in des ökumenischen und ostkirchlichen Fachbereichs der Karl-Franzens-Universität Graz sowie ein/e Vertreter/in des Katholischen Bildungswerkes.
Der/die Generalsekretär/in der Gesamtstiftung gehört kraft seines/ihres Amtes dem Arbeitsausschuss an.
Der Arbeitsausschuss tritt mindestens dreimal jährlich zu Sitzungen zusammen, die vom/von der Vorsitzenden der Sektion oder von seinem/ihrem Stellvertreter/in einberufen und geleitet werden.
Ihm/ihr obliegen die Planung und die Durchführung von ökumenischen Veranstaltungen und Aktionen, z.B. Tagungen, Symposien, Vorträgen, Gottesdiensten, Reisen und Publikationen, - entsprechend dem Jahresprogramm der Gesamtstiftung und den Anregungen des Komitees, sowie die Erstellung des Jahresberichtes.
Der Arbeitsausschuss entsendet ein Mitglied und nominiert ein weiteres als dessen Stellvertreter/in in den Vorstand der Gesamtstiftung.

8. Der Finanzausschuss besteht aus dem/der Vorsitzenden und dem/der stellvertretenden Vorsitzenden der Sektion sowie mindestens drei, höchstens fünf weiteren Personen aus dem Kreis des Komitees, die vom Bischof der Diözese Graz-Seckau für eine Funktionsperiode von in der Regel fünf Jahren bestellt werden. Der/die Vorsitzende des Finanzkomitees der Gesamtstiftung gehört kraft seines/ihres Amtes dem Finanzausschuss der Sektion an.
Der Finanzausschuss wählt aus seinen Mitgliedern eine/n Vorsitzende/n, der/die jedoch nicht gleichzeitig der/die Vorsitzende der Sektion sein darf. Der/die Vorsitzende des Finanzausschusses ist Mitglied des Arbeitsausschusses und Mitglied des Finanzkomitees der Gesamtstiftung.
Der Finanzausschuss tritt mindestens zweimal jährlich zu Sitzungen zusammen, die von dessen Vorsitzenden/r einberufen und geleitet werden.
Dem Finanzausschuss obliegen die Aufbringung der erforderlichen Mittel für die Finanzierung der Aufgaben der Stiftung, die Erstellung des Jahresvoranschlages und des Rechnungsabschlusses, sowie die finanzielle Beratung des Arbeitsausschusses und die sparsame Gebarung der Stiftung.

9. Die Geschäftsordnung der Gesamtstiftung ist in ihrer jeweils geltenden Fassung auch für die Organe der Sektion Graz maßgebend und sinngemäß anzuwenden.

10. Änderungen dieses Regulativs werden vom Arbeitsausschuss mit Zweidrittelmehrheit beschlossen und vom Bischof der Diözese Graz-Seckau nach Zustimmung des Kuratoriums der Gesamtstiftung auf Vorschlag des Vorstandes der Gesamtstiftung in Kraft gesetzt.

11. Der Bischof der Diözese Graz-Seckau kann die Sektion Graz im Einvernehmen mit dem Kuratorium der Gesamtstiftung auflösen. In diesem Fall sind die vorhandenen Gelder und eventuelle sonstige Vermögenswerte der Sektion Graz der Gesamtstiftung zuzuführen. Im Falle der Auflösung der Gesamtstiftung gilt auch die Sektion Graz als aufgelöst.
Vorhandene Gelder und eventuelle Vermögenswerte der Sektion Graz fallen der Diözese Graz-Seckau zu, bleiben aber für ökumenische Aufgaben zweckgewidmet.

Dr. Johann Weber
Bischof von Graz-Sekau