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Regulativ der Sektion Linz

Regulativ der Sektion Linz
für die Arbeit der Stiftung PRO ORIENTE in der Diözese Linz beschlossen in der Sitzung des Komitees am 17. Oktober 1991 und in der Kuratoriumssitzung am 20. November 1991.

1. Die Sektion Linz der Stiftung PRO ORIENTE wurde vom Bischof der Diözese Linz, Maximilian Aichern in Einvernehmen mit dem Kuratorium der Stiftung PRO ORIENTE in Wien, am 12. Oktober 1987 in Linz zur Förderung der Aufgaben dieser Stiftung im Bereich der Diözese Linz bzw. des Bundeslandes Oberösterreich errichtet.

2. Das II. Vatikanische Konzil hat den Einsatz aller Glieder der Kirche für die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit gefordert: „Die Sorge um die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit ist Sache der ganzen Kirche, sowohl der Gläubigen wie auch der Hirten, und geht einen jeden an, je nach seiner Fähigkeit, sowohl in seinem täglichen christlichen Leben wie auch bei theologischen und historischen Untersuchungen“ (Unitatis redintegratio 5).

3. Die Stiftung PRO ORIENTE leistet einen Beitrag zur Verwirklichung der ökumenischen Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils durch den Dialog mit den chalkedonischen, nicht-chalkedonischen und nicht-ephesinischen Kirchen des Ostens (Unitatis redintegratio 14-18).

4. Die Arbeit der Stiftung PRO ORIENTE Sektion Linz wird inhaltlich bestimmt durch die auf den Ökumenismus bezogenen Aussagen des II. Vatikanischen Konzils, durch das Ökumenische Direktorium und die anderen Erlässe des römischen Einheitsrates, sowie durch die Satzung der Stiftung PRO ORIENTE. Formal wird die Arbeit geordnet durch dieses vom Komitee der Sektion beschlossene, vom Kuratorium auf Vorschlag des Vorstandes der Stiftung genehmigte und vom
Bischof von Linz in Kraft gesetzte Regulativ.

5. An der Spitze der Sektion Linz steht der Vorsitzende der Sektion. Er wird vom Bischof von Linz auf die Dauer von 5 Jahren ernannt und vom Vorstand der Stiftung, dem Erzbischof von Wien, zur Berufung ins Kuratorium vorgeschlagen. Dem Vorsitzenden der Sektion obliegt die Repräsentation der Sektion nach außen, die Einladungen zu den Sitzungen des Arbeitsausschusses der Sektion und die Berichterstattung im Komitee der Sektion und im Kuratorium der Stiftung.

6. Die Organe der Sektion sind: das Komitee, der Arbeitsausschuss, der Finanzausschuss. Einladungen zum Zusammentritt der einzelnen Organe erfolgen in schriftlicher Form und in einem angemessenen Zeitraum - mindestens jedoch zwei Wochen - im Voraus. Die Beschlussfähigkeit für das Komitee und für den Finanzausschuss ist bei der Anwesenheit eines Viertels, für den Arbeitsausschuss bei der Anwesenheit der Hälfte der Mitglieder gegeben.

7. Das Komitee besteht aus dem Diözesanbischof von Linz, dem Vorsitzenden der Sektion und höchstens dreißig Persönlichkeiten des religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens Oberösterreichs, die vom Bischof von Linz auf die Dauer von fünf Jahren berufen werden. Den Vorsitz führt der Bischof von Linz oder in dessen Auftrag der Vorsitzende der Sektion. Das Komitee tritt einmal jährlich auf Einladung des Bischofs zusammen und nimmt vom Vorsitzenden der Sektion den Jahresbericht über die geleistete Arbeit, die weitere Planung und den Rechnungsabschluss entgegen. Das Komitee berät über allgemeine Richtlinien, wie die Aufgaben der Stiftung PRO ORIENTE in der Diözese Linz wahrgenommen und gefördert werden können. Es beschließt auf Vorschlag des Arbeitsausschusses im Einvernehmen mit dem Bischof von Linz mit 2/3-Mehrheit Änderungen des Regulativs. An den Sitzungen des Komitees können außer den genannten Mitgliedern aufgrund ihres Amtes teilnehmen: der Präsident, der Generalsekretär und der Vorsitzende des Finanzkomitees der Stiftung, sowie die Mitglieder des Arbeitsausschusses der Sektion.

8. Der Arbeitsausschuss wird vom Bischof von Linz für eine Periode von 5 Jahren bestellt. Ihm gehören an: der Vorsitzende und der Sekretär der Sektion und mindestens neun Personen, und zwar: je ein verantwortlicher Mitarbeiter des Katholischen Bildungswerkes, ein verantwortlicher Mitarbeiter des Bildungshauses Puchberg, ein ständiger Vertreter des Katholischen Akademikerverbandes der Diözese Linz und ein Vertreter der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz, der Ökumenereferent der Diözese Linz, ein Sachverständiger für Öffentlichkeitsarbeit, der Vorsitzende des Finanzausschusses der Sektion und der Generalsekretär der Stiftung. Die Aufgabe des Arbeitsausschusses ist die Ordnung der Aktivitäten der Sektion, insbesondere die Planung, der Beschluss und die Durchführung von ökumenischen Veranstaltungen (wie von Gottesdiensten, Akademien, Exkursionen, Symposien und kulturellen Veranstaltungen). Bei der Programmerstellung sind die Gegebenheiten der Ortskirche und die Jahresplanung der Stiftung zu berücksichtigen. Der Arbeitsausschuss entsendet ein Mitglied in den Finanzausschuss der Sektion und ein Mitglied (oder im Falle seiner Verhinderung dessen Stellvertreter) in den Vorstand der Stiftung. Die Sitzungen des Arbeitsausschusses werden vom Vorsitzenden einberufen und geleitet. Sie finden mindestens zweimal jährlich statt. Eine Sitzung muss einberufen werden, wenn drei Mitglieder dies wünschen.

9. Der Finanzausschuss besteht aus dem Vorsitzenden der Sektion, mindestens sechs Personen aus dem Kreis des Komitees, die vom Bischof ernannt werden, einem Mitglied des Arbeitsausschusses und dem Vorsitzenden des Finanzkomitees der Stiftung. Die Aufgaben des Finanzausschusses sind, die Aufbringung von Mitteln, die Erstellung eines Jahresvoranschlages für die Sektion, die finanzielle Beratung des Arbeitsausschusses und die Genehmigung des Rechnungsabschlusses der Sektion. Der Finanzausschuss wählt aus seinem Kreis einen Vorsitzenden, der jedoch nicht gleichzeitig Vorsitzender der Sektion sein darf. Der Vorsitzende des Finanzausschusses nimmt an den Sitzungen des Arbeitsausschusses teil und wird zu den Sitzungen des Finanzkomitees der Stiftung eingeladen. Der Finanzausschuss wird von seinem Vorsitzenden einberufen und tritt mindestens zweimal im Jahr zusammen.

10. Die Geschäftsordnung der Stiftung ist in ihrer jeweils geltenden Fassung auch für die Organe der Sektion Linz maßgebend und sinngemäß anzuwenden.

11. Änderungen dieses Regulativs werden vom Komitee mit 2/3-Mehrheit beschlossen und vom Bischof von Linz nach Zustimmung des Kuratoriums auf Vorschlag des Vorstandes der Stiftung in Kraft gesetzt.

12. Der Bischof von Linz kann die Sektion Linz im Einvernehmen mit dem Kuratorium der Stiftung auflösen. In diesem Fall sind die vorhandenen Einnahmen der Sektion der Stiftung zuzuführen. Im Falle der Auflösung der Stiftung gilt auch die Sektion Linz als aufgelöst. Vorhandene Einnahmen der Sektion Linz fallen der Diözese Linz zu, bleiben aber für ökumenische Aufgaben zweckbestimmt.

Dr. Maximilian Aichern
Bischof von Linz


Sektion: Wien