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Der Beitrag der Kirchen
zum europäischen
Einigungsprozess ist umso
relevanter, ...

José Manuel Barroso

Pro Oriente

Südosteuropäische Geschichte

Tagungen zur Geschichte Südosteuropas

Die Tagungen zur Geschichte Südosteuropas wollen durch die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte zur Verständigung, Versöhnung und zum Frieden beitragen. Die Tagungen werden von der Kommission für Südosteuropäische Geschichte vorbereitet und sind interdisziplinär und interreligiös besetzt.

Ausgangssituation

Die mit dem Zerfall Jugoslawiens verbundenen Geschehnisse veranlassten PRO ORIENTE, serbische und katholische Bischöfe zu Irenischen (Versöhnungs-) Initiativen nach Wien einzuladen. Im Schlusskommunique der dritten Irenischen Initiative vom 18. November 1992 wurde die Aufarbeitung und Neubewertung der gemeinsamen Geschichte im südslawischen Raum als eine wichtige Voraussetzung für das künftige Zusammenleben bezeichnet. Zu diesem Zweck wurde 1996 die Kommission für Südosteuropäische Geschichte gegründet. Im Gründungsprotokoll wird ein (selbst) kritisches, sachlich richtiges, um Korrektheit bemühtes Geschichtsbild, das die gemeinsam erlebte, aber unterschiedlich erfahrene und wahrgenommene Geschichte aufzeigt, als eine Voraussetzung für Dialog und Verständigung bezeichnet.

Arbeitsweise und Ziele

Die wissenschaftlichen Tagungen haben das Ziel, im Sinne des Gründungsprotokolls der Kommission für Südosteuropäische Geschichte einen Beitrag zur Überprüfung und Erneuerung des Geschichtsverständnisses der Menschen in der betroffenen Region zu leisten und ein allseitig anerkanntes Geschichtsbild der jüngeren Vergangenheit der betroffenen Konfliktgebiete des Balkans zu erarbeiten. In die Forschungsarbeit werden auch Vertreterinnen und Vertreter anderer am Balkanraum seit Jahrhunderten präsenter Religionen einbezogen, vor allem Muslime und Juden.

Ergebnisse und Bewertung

Beginnend mit den Irenischen Initiativen von 1991–1998 haben zahlreiche Gespräche von Expertinnen und Experten und acht Tagungen zur Entspannung beigetragen vor allem auch in Fragen, die wie die Menschenrechte, historische Mythen, Loyalitäten, Beziehungen zwischen Staat, Kirche und Gesellschaft, außertheologischer Natur sind.

Die Kommission hat bei ihrer Sitzung im Jänner 2014 einstimmig vorgeschlagen, die Arbeiten der Kommission sowohl geographisch (Rumänien, Griechenland, Türkei) als auch thematisch zu erweitern.

Die Forschungsergebnisse werden in der Schriftenreihe der Kommission für Südosteuropäische Geschichte im Peter-Lang-Verlag herausgegeben.

Wissenschaftliche Leitung

Univ.-Prof. Dr. Harald HEPPNER, Zentrum für Südosteuropastudien Universität Graz, Österreich

Publikationen

Gottes auserwählte Völker
Band 1

Gottes auserwählte Völker
Alois Mosser
Frankfurt, 2000,

Den Anderen im Blick
Band 2

Den Anderen im Blick
Andreas Moritsch und Alois Mosser
Frankfurt, 2000,

Politische Kultur in Südosteuropa
Band 3

Politische Kultur in Südosteuropa
Alois Mosser
Frankfurt, 2006,

Religion und Kultur im albanischsprachigen Südosteuropa
Band 4

Religion und Kultur im albanischsprachigen Südosteuropa>Religion und Kultur im albanischsprachigen Südosteuropa
Oliver Jens Schmitt
Frankfurt, 2010,

Re-Sakralisierung des öffentlichen Raums in Südosteuropa nach der Wende 1989?
Band 5

Re-Sakralisierung des öffentlichen Raums in Südosteuropa nach der Wende 1989?
Alojz Ivanisevic
Frankfurt, 2012,

Klerus und Nation in Südosteuropa vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Band 6

Klerus und Nation in Südosteuropa vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Aleksander Jakir, Marko Trogrlic
Frankfurt, 2014,

Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Religion in Rumänien Efectele globalizarii asupra religiei in Romania
Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Religion in Rumänien Efectele globalizarii asupra religiei in Romania
Johann Marte und Andrei Marga
Cluj, 2005,



Veranstaltungen

Strategiesitzung der Kommission für Südosteuropäische Geschichte


Religion und Kultur im albanischsprachigen Südosteuropa
Die religiöse Dimension im albanischsprachigen Raum nimmt auf dem Balkan eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu den Nachbarvölkern wurde Religion bei der Identitätssuche und der Formierung einer Nationalbewegung nicht als gemeinschaftsstiftendes Element benützt. Vielmehr versuchte die Ende des 19. Jahrhunderts von einer kleinen Gruppe von Intellektuellen ausgebildete Nationalideologie, die Unterschiede zwischen sunnitischen Muslimen, Bektashi, Orthodoxen und Katholiken durch die ...

Bulgarien auf dem Weg
Kirche - Staat - GesellschaftAuf Einladung des orthodoxen Metropoliten Kyrill von Varna wird die Stiftung PRO ORIENTE in der Zeit vom 28. bis 29. September 2006 in Varna am Schwarzen Meer eine wissenschaftliche Tagung mit dem (Arbeits-)Titel

BULGARIEN AUF DEM WEG
Kirche - Staat - Gesellschaft


führte durch.

Der vorgesehene Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union ist für PRO ORIENTE ein äußerer Anlass für die Veranstaltung. Christoph Kardinal ...

Achte Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Religion in RumänienBei der achten Tagung wurden „Fragen der Globalisierung und der Religion in den Ländern Südosteuropas, insbesondere die Auswirkung der Globalisierung auf die Religion in Rumänien“ diskutiert.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass nicht die Globalisierung an sich das Problem sei, sondern ihre ökonomische Einseitigkeit. Der Globalisierung der Märkte sei notwendigerweise ein globales Denken in den Bereichen von Kultur und Solidarität auf der Grundlage lokaler Traditionen ...

Siebente Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Präsentation der Tagungsbände
Die Tagung diente der Präsentation der bisherigen Ergebnisse der Kommission, der Präsentation der beiden in der Schriftenreihe der Kommission erschienenen Publikationen, sowie der Planung einer „Informationsbroschüre“ über die Geschichte und gegenwärtige Situation der in Bosnien-Herzegowina bestehenden christlichen Konfessionen und Religionen.
Im Mai desselben Jahres wurde an der Theologischen Fakultät der Universität Belgrad unter Teilnahme der österreichischen ...

Sechste Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Identitäten - Loyalitäten - Solidaritäten. Politische Kultur in Südosteuropa
An der Konferenz nahmen 30 Vertreter aus Wissenschaft und Kirchen aus den Ländern Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Albanien, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, der Türkei und Österreich teil sowie unter anderem auch der frühere Bildungs- und Kulturminister Rumäniens und derzeitige Rektor der Universität Cluj (Klausenburg / Rumänien), Prof. Dr. Andrei Marga, der den öffentlichen Vortrag hielt. Bei den Diskussionen und Referaten wurde auf das politische Verhalten ...

Fünfte Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Messianismus und Ethnozentrismus
Die fünfte Arbeitstagung fand im Dezember 2000 in Wien zu den Themen: „Konfessionen und aktuelle Konfliktbereinigung“, „Friedensinitiativen auf dem Balkan – Wege zu Humanität und Toleranz“ statt. Unter den Vortragenden befand sich auch Kardinal Christoph Schönborn und der Generalsekretär des österreichischen Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, Albert Rohan.

Konferenz der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Leitfiguren der "Eurpäisierungen" Südosteuropas im 19. Jhd.

Vierte Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Strategiegespräch
Die vierte Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte galt einer Zwischenbilanz ihrer bisherigen Arbeit, sowie einem Strategiegespräch über zukünftige Publikationsprojekte und über die Namensgebung und Zusammensetzung der Kommission. Um den veränderten politischen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wurde beschlossen, die Kommission von "Kommission für südslawische Geschichte" in Kommission für ...

Dritte Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Gottes auserwählte Völker
Die Konferenz führte achtzehn ReferentInnen zusammen, welche die Thematik aus theologischer, historischer und politologischer Perspektive betrachteten und analysierten. Anthropologische, soziologische und psychologische Fragen und Deutungsmuster drängten sich zusätzlich auf. Es wurden das jüdische Selbstverständnis und die islamische Weltkonzeption zur Sprache gebracht, ebenso wie der politische Messianismus in England, Frankreich und den Vereinigten Staaten und die ...

Zweite Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Religion und Nation
Tagungsschwerpunkte der zweiten Tagung waren: „Religion und Nation“, „Historische Demographie“ und „Schulbuchforschung“. Gerhard Seewan beschrieb die Grundprobleme der historischen Demographie im Balkanraum ("Migration und Grenze") und Wolfgang Höpken untersuchte die Rolle historischer Bildung für eine Konflikt-(De)eskalation in Südosteuropa.

Erste Tagung der Kommission für südosteuropäische Geschichte
Nationale Stereotypen im ehemaligen Jugoslawien
Historiker, Soziologen, Sprach- und Politikwissenschaftler aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, sowie aus Österreich und anderen Ländern des mittleren und östlichen Europas erörterten die Rolle von Auto- und Heterostereotypen allgemein und speziell am Beispiel des ehemaligen Jugoslawiens. Anlass und Thema war der zum Krieg und Machtkampf eskalierte Nationalismus im ehemaligen Jugoslawien und wie er sich in nationalen Stereotypen äußert.

Das ...

Sitzung der Kommission für südosteuropäische Geschichte