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Die Ökumene muss
weitergehen!

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Statuten des Vereins PRO ORIENTE

§ 1 Name, Sitz und Tätigkeit des Vereines
(1) Der Verein führt den Namen „PRO ORIENTE-Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung der ökumenischen Beziehungen“.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in der Hofburg, Marschallstiege II, 1010 Wien.
(3) Die Tätigkeit des Vereins erstreckt sich in erster Linie auf das österreichische Bundesgebiet.

§ 2 Zweck des Vereines
(1) Der ausschließliche und unmittelbare Zweck des Vereins ist die Forschung und Dokumentation, sowie die der Erwachsenenbildung dienende wissenschaftliche Lehre auf dem Gebiet der ökumenischen Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen, sowie orientalisch-orthodoxen Kirchen. Forschung und Lehre sind auf Konfliktlösung ausgerichtet, wobei historische, theologische und sozialwissenschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen.
(2) Die Tätigkeit des Vereins ist nicht auf Gewinn gerichtet.

§ 3 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks
(1) Der Vereinszweck soll erreicht werden durch die Durchführung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten, Symposien, Tagungen, Konsultationen, Vorträgen und anderen wissenschaftlichen Veranstaltungen, durch die Herausgabe von wissenschaftlichen Publikationen und den Austausch von Wissenschaftlern.
(2) Die Finanzierung erfolgt in Form von Förderungen und Subventionen, Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Vermächtnissen oder anderen Zuwendungen.

§ 4 Mitglieder des Vereins
(1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in:
a. ordentliche Mitglieder
b. außerordentliche Mitglieder
(2)Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich an der Vereinsarbeit beteiligen, außerordentliche Mitglieder („Mitglieder des Freundeskreises“) sind jene, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines Mitgliedsbeitrages fördern.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft
(1) Mitglieder des Vereins können physische oder juristische Personen sein.
(2) Über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch den Tod, bei juristischen Personen durch den Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt, durch Streichung und durch Ausschluss.
(2) Der Austritt erfolgt durch eine schriftliche Mitteilung an den Vorstand. Er wird einen Monat nach Einlangen der Mitteilung wirksam.
(3) Die Streichung eines Mitglieds kann der Vorstand vornehmen, wenn dieser trotz zweimaliger Mahnung länger als 24 Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge in Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hiervon unberührt.
(4) Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.

§ 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder
(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins in Anspruch zu nehmen. Das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung, sowie aktives und passives Wahlrecht stehen nur ordentlichen Mitgliedern zu.
(2) Die Mitglieder haben das Recht, in jeder Mitgliederversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit des Vereins und über die finanzielle Gebarung informiert zu werden.
(3) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, worunter das Ansehen und der Zweck des Vereins leiden könnten. Sie sind zur Zahlung des Mitgliedsbeitrags in der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.
(4) Die Mitglieder sind in jeder Mitgliederversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren.

§ 8 Organe des Vereins sind:
a. die Mitgliederversammlung
b. der Vorstand
c. die Rechnungsprüfer
d. das Schiedsgericht

§ 9 Mitgliederversammlung
(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung ist vom Obmann/Obfrau mindestens alle vier Jahre einzuberufen.
(2) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes oder afu Verlangen der Rechnungsprüfer/innen binnen 8 Wochen stattzufinden.
(3) Zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Mitgliederversammlungen sind alle Mitglieder mindestens 14 Tage vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.
(4) Bei der Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anders Mitglied ist im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung zulässig. Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder oder ihrer Vertreter beschlussfähig. Ist die Mitgliederversammlung zu festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, findet die Mitgliederversammlung 30 Minuten später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig ist.
(5) Die Wahl und Beschlussfassung in der Mitgliederversammlung erfolgt in der Regel mit einfacher Stimmmehrheit. Beschlüsse, mit denen die Statuten des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst wird, bedürfen einer qualifizierten Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(6) Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Obmann/die Obfrau, bei dessen Verhinderung sein/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese verhindert sind, führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 10 Aufgabe der Mitgliederversammlung
Der Mitgliederversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
a. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes, des Rechnungsabschlusses und Entlastung der Mitglieder des Vorstandes;
b. Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer;
c. Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge;
d. Beschlussfassung über Statutenänderung und die freiwillige Auflösung des Vereins.



§ 11 Vorstand
(1) Der Vorstand besteht aus Obmann/-frau, höchstens zwei Obmannstellvertreter/Innen, dem/der Schriftführer/in, dem/der Kassier/in, den Stellvertreter/innen der/s Schriftführer/in und der/s Kassier/in, sowie höchstens fünf Beiräten.
(2) Die Funktionsperiode des Vorstandes beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist möglich.
(3) Der Vorstand wird vom Obmann/-frau oder seiner/m Stellvertreter/in schriftlich oder mündlich einberufen.
(4) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
(5) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(6) Den Vorsitz führt der Obmann/-frau, bei ihrer/seiner Verhinderung sein/e Stellvertreter/in. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.
(7) Die Mitgliederversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder des Vorstandes der Funktion entheben.
(8) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstandes an die Mitgliederversammlung zu richten. Der Rücktritt des gesamten Vorstandes wird erst mit der Wahl des neuen Vorstandes wirksam.

§ 12 Aufgaben des Vorstandes
(1) Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind.
(2) In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
a. Erstellung des Jahresvoranschlags sowie Abfassung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
b. Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlung;
c. Verwaltung des Vereins;
d. Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern;
e. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

§ 13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
(1) Der/die Obmann/-frau führt die laufenden Geschäfte
(2) Der/die Obmann/-frau und sein/e Stellvertreter/in vertreten den Verein nach außen. Der Vorstand kann dem/der Obmann/-frau-Stellvertreter/in die Besorgung der laufenden Geschäfte übertragen.
(3) Im Innenverhältnis gilt:
a. Der/die Obmann/-frau führt den Vorsitz in der Mitgliederversammlung und in den Vorstandssitzungen.
b. Der/die Schriftführer/in hat den/die Obmann/-frau bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen. Ihm obliegt die Führung der Protokolle der Mitgliederversammlung und der Vorstandssitzung.
c. Der/die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
d. Der/die Stellverterter/in des Obamanns/-frau, des/der Schriftführer/in und des/der Kassier/in darf nur tätig werden, wenn Obmann/-frau, Schriftührer/in und Kassier/in verhindert ist; die Wirksamkeit von Vertretungshandlungen wird dadurch aber nicht berührt.

§ 14 Rechnungsprüfer/in
(1) Die beiden Rechnungsprüfer/innen werden von der Mitgliederversammlung für die Funktionsdauer des Vorstandes gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
(2) Den Rechnungsprüfer/innen obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Mitgliederversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

§ 15 Schiedsgericht
(1) In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entschiedet das Schiedsgericht.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von einer Woche dem Vorstand zwei ordentliche Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Die so namhaft gemachten Schiedsrichter wählen mit Stimmmehrheit ein drittes ordentliches Mitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmmehrheit. Es entschiedet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Zivilprozessordnung.

§ 16 Auflösung des Vereins
(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung und nur mit der in §9, Abs. 5 der Statuten festgehaltenen Stimmenmehrheit beschlossen werden.
(2) Der letzte Vereinsvorstand muss die freiwillige Auflösung der Vereinsbehörde schriftlich anzeigen und in einer für amtliche Verlautbarungen bestimmten Zeitung veröffentlichen.
(3) Im Falle der freiwilligen Auflösung, bei behördlicher Aufhebung des Vereins und bei Wegfall des bisherigen begünstigen Vereinszwecks ist das verbleibende Vereinsvermögen ausschließlich und unmittelbar für spendenbegünstigte Zwecke im Sinne des §4, Abs. 4, ZI % EStG zu verwenden.

04. Oktober 2012


Sektion: Wien