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Franz König

Pro Oriente

Irak: Die christliche Minderheit soll wie Sauerteig sein

Anlässlich eines Besuchs in London bedankte sich der chaldäische Erzbischof Gabriel Kassab von Basra (Südirak) für die Hilfeleistungen der internationalen Hilfsorganisation "Kirche in Not" und erklärte, die Christen in seinem Land seien dazu berufen, Sauerteig in der Gesellschaft zu sein.

Dank der erwähnten Unterstützung sei die Kirche in Basra nun imstande, drei Kindergärten zu führen. Besucht würden sie vor allem von den vielen muslimischen Kindern, die 90% ausmachten, sagte der 65-jährige Erzbischof.

In seiner Erzdiözese gebe es heute rund 1000 christliche Familien. Aufgrund der furchtbaren Gewalttätigkeiten seien viele Christen in andere Länder geflüchtet, aber dank der Wahlen im Januar hätten einige auch wieder neuen Mut geschöpft und seien in den Irak zurückgekehrt. "Wir stellen wahrscheinlich nur 3,5% der Bevölkerung, aber der Einfluss von gebildeten Christen wird allgemein anerkannt und sehr geschätzt", so der chaldäische Erzbischof. Großen Dank richtete er an "Kirche in Not", denn durch ihre Hilfe "ermöglichen wir die Anwesenheit der Christen im Land. So können sie in der neuen Gesellschaft, die sich jetzt formen muss, zu Hefe oder Sauerteig werden", sagte der Erzbischof. "Die 14 laufenden Projekte in Basra – unter ihnen die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten, die Kindergärten und natürlich die seelsorgliche Betreuung – haben uns gezeigt, dass das Christentum durch unsere Tätigkeiten bekannter wird."

Auf Einladung der von Kardinal König gegründeten Stiftung Pro Oriente wird Msgr. Gabriel Kassab von 25. bis 28. April in Österreich sein.

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