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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Termine

November 2005

Donnerstag
24. November 2005
19:00
Christen in Äthiopien

Bericht über eine Studienreise im Februar 2005

Vortrag mit Bild-Präsentation
  • Datum24. November 2005, 19:00
  • Ort
      Barocksaal im Priesterseminar
      Bürgerg. 1, I. Stock, 8010 Graz
  • SektionGraz
  • Statusöffentlich

Kardinal König und äthiopisch-orthodoxer Patriarch


Das Christentum wurde im 3./4. Jahrhundert durch syrische Mönche nach Äthiopien gebracht und war hier bis 1967 Staatsreligion. Es hat eine besondere Prägung erfahren, die reich ist an Elementen aus der jüdischen Tradition. Die Äthiopischen Christen sind davon überzeugt, dass die Bundeslade des alten Israel (der Tabot) in ihrer historischen Hauptstadt Axum aufbewahrt wird. Ein Abbild davon muss in jedem Altar vorhanden sein, damit darauf die Eucharistie gefeiert werden darf. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche hatte lange Zeit wenig Kontakte zu anderen Kirchen, denn Äthiopien ist seit mehr als 1000 Jahren von islamischen Ländern umgeben. So konnte sie viele Eigentümlichkeiten bewahren, die es sonst nirgends gibt.

Die äthiopisch-ortohdoxe Kirche ist mit über 30 Millionen Gläubigen allein in Äthiopien die größte der orientalisch-orthodoxen Kirchen, die seit dem Konzil von Chalcedon (451) von der Kirche des römischen Reiches getrennt sind. Erst seit Kaiser Haile Selassie I. (1930-1974) ist die äthiopisch-orthodoxe Kirche von der koptisch-orthodoxen Kirche autokephal.

Die Studienreise Christen in Äthiopien der Sektion Graz von PRO ORIENTE im Februar 2005 hatte das Ziel, das liturgische und spirituelle Leben der Kirchen in Äthiopien kennen zu lernen, Kontakte mit deren Repräsentanten zu knüpfen und Einblick in die gegenwärtige Lage in diesem Land zu bekommen. Besucht wurden die alten Hauptstädte Axum, Lalibela und Gondar sowie Gebiete am Tana-See und um Addis-Abeba.

Angeregt durch die Reise haben zwei Steirerinnen drei Monate im großen Waisenhaus des Klosters Sebeta, das von äthiopisch-orthodoxen Schwestern geführt wird, gearbeitet. Am 1. November sind sie heimgekehrt und werden über ihre Erfahrungen berichten.

Programm

    Dr. Philipp Harnoncourt
    Ehrenpräsident der PRO ORIENTE Sektion Graz

    HR Dipl.-Ing. Hermann Schaller

    Christen in Äthiopien
    Bericht über eine Studienreise im Februar 2005
    Vortrag mit Bildpräsentation

    Antonia Moser und Stephanie Kainz
    Drei Monate Sozial-Einsatz in Äthiopien

    Anschließend Diskussion

Partner


    - Sektion Graz
  • Institut für Ökumenische Theologie, Ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie
  • Katholisches Bildungswerk in der Steiermark

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