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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Ökumenische Vesper und Festakt für Johann Marte (Juni)

Dank an den scheidenden Präsidenten von PRO ORIENTE

Am 22. Juni fand in der Michaelerkirche in Wien die Ökumenische Vesper mit anschließendem Festakt aus Anlass des Abschieds von PRO ORIENTE-Präsident Dr. Johann Marte statt. Für seine lange, ehrenamtliche Zeit und seine Verdienste im Bemühen um die Ökumene erhielt Marte die Insignien des Komturkreuzes des päpstlichen Gregoriusordens von Christoph Kardinal Schönborn überreicht.

Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und DrDr. Augustin bei ihrer Laudatio für Dr. Marte.Chorepiskopus Emanuel Aydin von der Syr.-Orthod. KPRO ORIENTE-Gründungsmitglied und Kurator KR Dkfm.Eine Vertreterin der Äthiop. Kirche u. Dr. A. FenzMilSup Stefan Gugerel gratuliert Dr. MarteAuch Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck ist unter PRO ORIENTE-Protektorin Äbtissin em. Perpetua HilgDr. Marte, Kardinal Schönborn und Dr. Kloss (v.li.Superintendent Mag. Hermann Miklas im Gespräch mitWolfgang Nikolaus Rappert, Priester der GriechischP. Schenuda Asaad, von der Koptisch-Orthodoxen KirPRO ORIENTE-Konsultor P. Nikodemus Schnabel, OSB (Kardinal Schönborn gratuliert Dr. Marte.Sr. Lili Fuchs, Ökumene-Verantwortliche der PfarreFeierliche Ökumenische Vesper in der Michaelerkirc

Zusammen mit Martes Familie und Vertretern und Freunden von PRO ORIENTE nahmen auch zahlreiche Geistliche aus der Katholischen, der Orthodoxen und der Orientalisch-Orthodoxen Kirche an der Ökumenischen Vesper teil. Neben Kardinal Schönborn, der die Feier leitete, waren auch der Apostolische Nuntius, Peter St. Zurbriggen, Msgr. G. Quicke als Abgesandter des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, der Serbisch-Orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic), der Altkatholische Bischof H. Lederleitner und weitere kirchliche Vertreter gekommen, um gemeinsam zu danken und Gottes Segen zu erbitten.
Beim anschließenden Festakt erinnerte Martes Nachfolger als PRO ORIENTE-Präsident, Dr. Alfons M. Kloss, an die Verdienste seines Vorgängers und an dessen Leitlinie, das Wort Jesu: "Alle sollen eins sein." (Joh 17,21). Es gehe in der Ökumene vor allem darum, gemeinsam voranzugehen und Zeugnis für die Botschaft Jesu abzulegen.
Kardinal Schönborn, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, betonte die bedeutende Vorfeldrolle von PRO ORIENTE für die ökumenischen Bemühungen Roms und den wichtigen Beitrag, den man somit für eines der großen Anliegen des Papstes leiste. "Gespür für Gerechtigkeit", das Wissen um im "Glauben verwurzelter Freundschaft", Einsatz für die verfolgten Christen und Aufmerksamkeit für die spannungsreiche Begegnung mit dem Islam zeichneten Marte aus. Dankend würdigte der Kardinal Martes 17-jährige Präsidentschaft und überreichte ihm den päpstlichen Gregoriusorden.
Auch Dr.in Regina Augustin, die von PRO ORIENTE zur Katholischen Frauenbewegung Österreichs wechselte, dankte Kardinal Schönborn für ihre engagierte Arbeit. In Ihrer Laudatio resumierte Augustin über Martes Zeit der Präsidentschaft: er habe "das Beste daraus gemacht!". Neue Ideen aufzugreifen, zum Dranbleiben zu ermutigen, sowie die Herausforderungen der Kirchen und Gesellschaften weltweit im Blick zu haben, seien Kennzeichen Martes. Unter seiner Präsidentschaft seien auch wesentliche Themen, die den Orthodox-Katholischen Dialog belasten, bearbeitet worden.
Marte weitete die erhaltene päpstliche Auszeichnung auf alle seine MitstreiterInnen aus, besonders den Mitgliedern der Gremien und Ausschüsse von PRO OTRIENTE für ihre ehrenamtliche Arbeit dankend. Freude über positive Entwicklungen, aber auch Trauer angesichts der Schwierigkeit, sich gegenseitig als Geschenk annehmen zu können, habe er durchlebt. Rückblickend ließe sich, so Marte, mit Überzeugung feststellen: "Nicht die Lehre ist es, die die Menschen zusammenbringt, sondern die Art des Lebens in der Nachfolge Christi."

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Sektion: Wien

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