Pro Oriente
Projekte / „Auf den Osten hören“ – Synodalität im Leben und Zeugnis der östlichen kirchlichen Traditionen

„Auf den Osten hören“ – Synodalität im Leben und Zeugnis der östlichen kirchlichen Traditionen

Mit dem „Synodalen Prozess“ der Katholischen Kirche, den Papst Franziskus im Oktober 2021 eröffnet hat, ist das Thema Synodalität ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. PRO ORIENTE bringt sich mit Blick auf die synodalen Traditionen der orthodoxen und alten orientalischen Kirchen in diesen Prozess ein. In Kooperation mit dem Institut für Ökumenische Studien der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin („Angelicum“) werden im November 2022 in Rom zwei große internationale Konferenzen durgeführt, in denen diese Traditionen präsentiert werden.

Welche Entscheidungen werden synodal von der Gemeinschaft der Bischöfe oder den Mitgliedern einzelner Synoden getroffen und binden auch den jeweiligen Patriarchen? Wie sind auch Nichtkleriker, Frauen und Männer, an Entscheidungsprozessen beteiligt? Welche Perspektiven bringen junge Menschen in solche Prozesse ein? International anerkannte Theologinnen und Theologen sowie Jugendliche aus den orthodoxen und alten orientalischen Kirchen werden sich zu diesen Fragen äußern und ihre Erfahrungen mit synodaler Theologie, kirchlicher Praxis und der Spiritualität der Synodalität für die aktuelle weltweite Synode der katholischen Kirche fruchtbar machen. Gleichzeitig wird so auch ein ökumenischer Austausch zu diesen Themen gefördert. Das Projekt läuft seit Januar 2022 und wird voraussichtlich Mitte 2023 enden.

Zwei Vorbereitungsgruppen sind mit den konkreten Planungen betraut, die aus Mitgliedern der entsprechenden PRO ORIENTE-Kommissionen zusammengesetzt sind. Die Konferenz zur Synodalität in den orthodoxen Kirchen wird vorbereitet von Mitgliedern der Kommission für orthodox-katholischen Dialog, die Konferenz zur Synodalität in den alten orientalischen Kirchen von Mitgliedern des Forum Syriacum und der Kommission für den orientalisch-katholischen Dialog („CEE“).

Die Ergebnisse beider Tagungen werden in Form eines Dokumentarfilms, der in verschiedenen Sprachen produziert wird und auch im Fernsehen ausgestrahlt werden soll, und in Form einer Buchpublikation präsentiert.

Das Projekt steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft zweier vatikanischer Einrichtungen: des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen und des Generalsekretariats der Bischofssynode. So ist eine gute Einbettung in den Synodalen Prozess und in die Vorbereitung der römischen Bischofssynode im Oktober 2023 gewährleistet.