Pro Oriente
News / Damaskus: Gedenken an Terroranschlag auf Kirche vor einem Jahr

Damaskus: Gedenken an Terroranschlag auf Kirche vor einem Jahr

22. June 2026

Bei Angriff auf griechisch-orthodoxe Elias-Kirche starben mindestens 25 Menschen - Kirche wurde inzwischen wieder restauriert und steht symbolisch für Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Christinnen und Christen in Syrien

725166299 1637999160835824 6489014347693925076 n

Damaskus, 22.06.26 (poi) Vor einem Jahr, am 22. Juni 2025, fand in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein Terroranschlag auf die griechisch-orthodoxe Elias-Kirche statt, bei dem mindestens 25 Menschen starben und rund 50 Menschen teils schwer verletzt wurden. Laut anderen Angaben waren letztlich sogar mindestens 30 Tote und bis zu 90 Verletzte zu beklagen. Ähnliche Anschläge gab es seither in Syrien nicht, doch die Lage für die kleineren religiösen Gemeinschaften im Land bleibt fragil. 

Die syrischen Behörden schrieben den Anschlag dem „Islamischen Staat“ zu. Laut offiziellen Berichten drang ein Angreifer während eines Gottesdienstes in die Kirche ein, eröffnete das Feuer auf die Gläubigen und zündete einen Sprengstoffgürtel, was zu zahlreichen Opfern und Zerstörungen im Inneren des Gotteshauses führte. 

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochia verurteilte den Anschlag als abscheulichen Terrorakt gegen unschuldige Gläubige und forderte die Behörden nachdrücklich auf, ihrer vollen Verantwortung für den Schutz aller Bürgerinnen und Bürger, ungeachtet ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit, nachzukommen. Die Verantwortlichen seien zur Rechenschaft zu ziehen und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um solche Angriffe künftig zu verhindern. Die Oberhäupter zahlreicher weiterer Kirchen schlossen sich diesem Appell an. 

Die vor allem im Inneren schwer beschädigte Kirche wurde inzwischen wieder restauriert. Erst vor wenigen Tagen berichtete das Patriarchat von Antiochien über einen Besuch von Patriarch Yohannes X. Yazigi in der Kirche, wo er sich über den Fortschritt der Arbeiten erkundigte. Die wiederaufgebaute Kirche stehe als Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit der christlichen Präsenz im Land und für die Entschlossenheit seiner Gläubigen, die Gewalt durch Glauben und Hoffnung zu überwinden, hieß es von Seiten des Patriarchats.