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Erfolgreicher PRO ORIENTE-Jugendworkshop in Bagdad

21. September 2026

Veranstaltung von 17. bis 20. September stand unter dem Motto "Von den Wunden der Vergangenheit zu engagierter Präsenz und strahlendem Zeugnis" -PRO ORIENTE-Delegation traf chaldäischen Patriarchen Paul III. Nona

POI 2

Bagdad, 21.09.26 (poi) Vom 17. bis 20. September fand in der irakischen Hauptstadt Bagdad ein PRO ORIENTE Jugendworkshop statt, an dem jungen Leute aus dem Nordirak (Autonome Region Kurdistan) und Bagdad teilnahmen. Die 21 jungen Frauen und Männer gehörten verschiedenen christlichen Kirchen an. Der Workshop stand unter dem Generalthema "Christliche Jugend: Von den Wunden der Vergangenheit zu engagierter Präsenz und strahlendem Zeugnis". Die Tage seien ganz im Zeichen der Stärkung der jungen Leute und der Intensivierung der ökumenischen Zusammenarbeit gestanden, bilanzierte PRO ORIENTE-Programmdirektorin Viola Raheb positiv. 

Der Workshop wurde von der Stiftung PRO ORIENTE in Zusammenarbeit mit dem Team "We Choose abundant Life" veranstaltet. Im Rahmen des Workshops besuchten die Teilnehmenden u.a. die armenisch-apostolische Kirche der Jungfrau Maria, bekannt als "Maskenta", im Stadtteil Al-Maidan in Bagdad. Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kirche gilt als die älteste erhaltene Kirche der Stadt. 

Der Besuch bot zum einen die Möglichkeit, die Geschichte und Bedeutung dieser historischen Kirche kennenzulernen. Zum anderen wurde deutlich, wie vielfältig die christliche Präsenz im Irak ist und dass die Christinnen und Christen berufen seien, gemeinsam ein lebendiges Zeugnis für Liebe, Hoffnung und Geschwisterlichkeit abzulegen, so Raheb. 

Am Sonntag, 20. September, besuchte eine Delegation von PRO ORIENTE -darunter Präsident Clemens Koja und seine Frau sowie Programmdirektorin Raheb- gemeinsam mit Fr. Gaby Hachem und Fr. Ameer Jaje vom Team "We Choose…" und der Psychotherapeutin Mary Hardan den neuen chaldäischen Patriarchen Paul III. Nona. Koja und Raheb berichteten über die langjährige Beziehung von PRO ORIENTE zur Kirche im Irak sowie über das Jugendprogramm, das seit 2022 durchgeführt wird. Patriarch Nona unterstrich die Bedeutung der Arbeit mit jungen Menschen und bekundete seine Unterstützung für die Initiative. 

Der Patriarch informierte zudem über die Situation der Christinnen und Christen im Irak. Trotz der zahlreichen Herausforderungen äußerte er seine Hoffnung, dass die Christen weiterhin im Irak präsent bleiben werden. Dafür brauche es mehr als Worte, betonte er: Notwendig seien vor allem eine engere Zusammenarbeit und ein stärkeres gemeinsames Handeln der Kirchen. PRO ORIENTE-Präsident Koja lud den Patriarchen nach Wien ein, um auch hier über die Situation der Christinnen und Christen im Irak zu sprechen und Möglichkeiten der Unterstützung auszuloten.