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Pühringer: Gemeinsamer Einsatz der Kirchen für Frieden

03. June 2026

Vorsitzender der Linzer PRO ORIENTE-Sektion zieht positive Bilanz der "Langen Nacht der Kirchen"

Ikonenausstellung dioezese linz 00015

Linz, 03.06.26 (poi) Vom wachsenden Vertrauen in den ökumenischen Beziehungen zwischen katholischen und orthodoxen Christinnen und Christen hat der Vorsitzende der Linzer PRO ORIENTE-Sektion, Altlandeshauptmann Josef Pühringer gesprochen. Gegenüber dem PRO ORIENTE-Informationsdienst hob er vor allem den notwendigen gemeinsamen Einsatz der Kirchen für Frieden in der Welt hervor. Zudem zog er eine sehr positive Bilanz zur jüngsten "Langen Nacht der Kirchen". Am vergangenen Freitag hatte PRO ORIENTE in Linz zu einer Ikonen-Ausstellung geladen. 

Mit der Ausstellung habe man wieder ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit den christlichen Schwestern und Brüdern in der Orthodoxie setzen wollen: "Wir setzten damit fort, was wir im vergangenen Jahr bereits begonnen haben: PRO ORIENTE ermöglicht in der Langen Nacht einen besonderen Blick auf unsere Mitchristinnen und Mitchristen in der Orthodoxie." Schon 2025 hätten rund 250 Menschen die Ausstellung besucht. Heuer seien es noch wesentlich mehr gewesen, zeigte sich Pühringer zufrieden. 

Die Ausstellung sei zudem sehr bewusst am Sitz des katholischen Bischofs in Linz angesiedelt gewesen. "Wir wollten damit auch die Bedeutung zum Ausdruck bringen, die wir den ökumenischen Bemühungen zwischen katholischen und orthodoxen Christinnen und Christen beimessen", so Pühringer. 

Eine Ikone verstehe sich als Ort der Begegnung des Menschen mit der Ewigkeit. "Beim Schauen des Abbildes eröffnet sich der Blick auf das Urbild. Das Malen bzw. das Schreiben einer Ikone ist ein religiöser Akt, ein Herantasten an das Überirdische, auch ein Gebet, eine religiöse Übung, durch das Gestalten dem Unbegreiflichem näher zu kommen." 

Jedes Gebet, und damit auch jeder Strich, mit dem eine Ikone geschrieben wird, sei letztlich in Zeiten wie diesen auch ein besonderer Hilfeschrei um Frieden, so der PRO ORIENTE-Vorsitzende. Nachsatz: "Es ist gut, dass wir Christinnen und Christen gemeinsam bei einem so zentralen Thema wie dem Frieden schreien und beten!"