Wien: Deutschsprachige orthodoxe Gemeinde entwickelt sich gut
11. November 2025
Wien, 11.11.25 (poi) Aufgrund der zunehmenden Zahl Deutsch sprechender orthodoxer Christinnen und Christen hat der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) 2017 eine eigene deutschsprachige Gemeinde innerhalb der Metropolis von Austria gegründet. Die Gemeinde entwickelt sich gut und wächst beständig, wie verschiedenen Meldungen von Seiten der Metropolis zu entnehmen ist.
Am vergangenen Sonntag feierte Metropolit Arsenios mit den Gläubigen der Gemeinde das Patroziniumsfest. Die Feier fand in der Dreifaltigkeitskathedrale statt. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch der Religionslehrer Cedomir Mijic zum Diakon geweiht. Ein weiterer Diakon, der Mönch Sava Kucenko, war bereits im September von Metropolit Arsenios geweiht worden. Auch er wird verstärkt in der Seelsorge der deutschsprachigen Gemeinde tätig sein. Zudem wurden kürzlich sieben Erwachsene getauft bzw. in die Orthodoxe Kirche aufgenommen, die sich der deutschsprachigen Gemeinde zugehörig fühlen.
Die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste gewöhnlich in einer Kapelle am Hafnersteig unterhalb der Dreifaltigkeitskathedrale. Kapelle und Gemeinde sind dem Heiligen Johannes Chrysostomos geweiht. Die Kapelle wurde am 27. Februar 2018 vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. im Beisein von Theodoros II., dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Alexandrien und ganz Afrika, geweiht. Die Kapelle wird während der Woche aber auch für weitere pastorale und liturgische Zwecke der Metropolis von Austria verwendet, etwa für Wochentags-Gottesdienste sowie für Gebete in kleinerem Rahmen.
Zur deutschsprachigen Gemeinde gehören sowohl Menschen mit griechischem Hintergrund als auch Gläubige anderer orthodoxer Nationen, die gerne Gottesdienste auf Deutsch besuchen möchten, etwa wegen ihrer Kinder. Dazu kommt auch eine zunehmende Anzahl an Menschen, die im Erwachsenenalter erst orthodox werden, seien es Österreicherinnen und Österreicher oder Angehörige anderer Nationalitäten.
Der hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407) wird in allen Kirchen verehrt. Insofern kommt ihm auch große ökumenische Bedeutung zu. Er war Patriarch von Konstantinopel und einer der angesehensten und bedeutendsten Kirchenlehrer bzw. Kirchenväter des frühen Christentums.
Infos: www.orthodoxie.at