Erzbischof bei 9/11-Gedenken: "Aus tiefsten Wunden kann neuer Lebensmut erwachen"
11. September 2026
Griechisch-orthodoxer Erzbischof von Amerika, Elpidophoros, hielt Rede bei Enthüllung eines Denkmals zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags vor 25 Jahren
Foto: Orthodox Observer/Tom Galanis
New York, 11.09.26 (poi) "Zerstörung muss nicht das letzte Wort haben und aus tiefsten Wunden kann neuer Lebensmut erwachen. Erinnerung, vereint mit Glauben, kann neue Hoffnung schenken." - Das betonte der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Amerika, Elpidophoros (Lambriniadis) in New York bei der Enthüllung eines Denkmals zum Gedenken an die Opfer des 9/11-Terroranschlags vor 25 Jahren. "Wir erinnern uns an das Opfer derer, die sich in Gefahr begaben, um andere zu retten, an die Leben, die für immer verändert wurden, und an den unerschütterlichen Geist, der uns weiterhin verbindet", sagte der Erzbischof weiter, bevor er zum Gebet aufrief.
Erzbischof Elpidophoros gedachte vor Hunderten Teilnehmenden der Feier der am 11. September 2001 Verstorbenen und betonte die fortwährende Verantwortung, ihr Andenken zu ehren. Er hob den Mut derer hervor, die während der Anschläge die Sicherheit anderer über ihre eigene stellten, und würdigte die Familien, die seit einem Vierteljahrhundert unter dem Verlust leiden, wie die orthodoxe Erzdiözese mitteilte.
Das Denkmal in Manhattan befindet sich neben der griechisch-orthodoxen St.-Nikolaus-Kirche und dem Nationalheiligtum mit Blick auf das 9/11-Mahnmal am Ground Zero.
Am 11. September 2001 wurde die kleine orthodoxe Kirche St. Nikolaus beim Terroranschlag auf das World Trade Center beim Einsturz der Zwillingstürme unter den Beton- und Gesteinsmassen begraben. Direkt neben dem 9/11-Memorial wurde die Kirche in mehrjähriger Bauzeit neu errichtet und 2022 ihrer Bestimmung übergeben.
Erzbischof Elpidophoros stellte eine Verbindung zwischen dem Wiederaufbau von St. Nikolaus und der Widerstandsfähigkeit von Stadt und Nation her und beschrieb die Kirche als ein starkes Symbol der Hoffnung, das aus der Tragödie geboren wurde.
"Es ist von tiefer Bedeutung, dass wir uns hier neben unserem nationalen Heiligtum des Heiligen Nikolaus versammeln", so der Erzbischof: "Diese kleine Kirche wurde am 11. September zerstört. Heute steht sie wieder über Ground Zero, nicht so, als wäre die Tragödie nie geschehen, sondern gerade weil sie geschehen ist."