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"In Europe at Home" - Bewerbungsfrist für PRO ORIENTE-Jugendworkshop in Klosterneuburg startet

16. Februar 2026

Stiftung lädt junge Angehörige syrischer Kirchen zu Veranstaltung von 29. Juni bis 3. Juli 2026

Wien, 16.02.26 (poi) PRO ORIENTE veranstaltet Anfang Sommer 2026 unter dem Motto "In Europe at Home" ein Forum für junge Angehörige syrischer Kirchen. Die Veranstaltung findet von 29. Juni bis 3. Juli im Stift Klosterneuburg statt. Im thematischen Fokus stehen u.a. die Vielfalt der syrischen Kirchen und ihrer Traditionen, Fragen der Identität und Einheit in Vielfalt, Leben und Gottesdienst in Diaspora-Gemeinden sowie das gemeinsame christliche Zeugnis. 

Der Workshop findet in Verbindung mit einer wissenschaftlichen Konferenz "Colloquium Syriacum" statt, das von Prof. Dietmar W. Winkler, dem wissenschaftlichen Leiter des PRO ORIENTE Forum Syriacum, organisiert wird. 

Der Workshop für junge Laien soll an bestimmten Punkten eine Verbindung zu den Teilnehmenden des Kolloquiums herstellen und diese einbeziehen – ein innovativer Ansatz, der von Prof. Winkler und PRO ORIENTE-Programmdirektorin Viola Raheb gemeinsam entwickelt wurde und darauf abzielt, Räume für Dialog und Austausch zwischen Kirchenvertretern, Expertinnen und Experten sowie jungen Laien zu schaffen. 

In dem Workshop geht es außerdem darum, die Zusammenarbeit und aktive Beteiligung junger Laien aus verschiedenen syrischen Traditionen, sowohl aus den Herkunftsländern der syrischen Kirchen als auch aus der Diaspora, sowie eine gemeinsame Vision der Einheit zu fördern. 

Die Plätze für den Jugendworkshop sind begrenzt. Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort. PRO ORIENTE wird aus allen Bewerberinnen und Bewerbern etwa 20 junge Menschen (Frauen und Männer) auswählen, die verschiedene syrische Traditionen sowohl aus ihrer Heimat als auch aus der Diaspora repräsentieren. Für die ausgewählten Teilnehmenden werden die Reise- und Unterbringungskosten übernommen. Alle Bewerbungsinfos unter: https://www.pro-oriente.at/termine/in-europe-at-home-in-dialogue-with-homelands-liturgical-ecumenism-2 Syrische 

Kirchen in Phase des Übergangs

Die syrischen Kirchen befinden sich aufgrund starker Migrationsbewegungen ihrer Mitglieder weltweit in einer Phase des Übergangs. Manche dieser Kirchen haben heute mehr Mitglieder in Europa als in ihren traditionellen Heimatgebieten im Nahen Osten. In den neuen europäischen ökumenischen Kontexten engagieren sich die syrischen Kirchen nun auch im Dialog mit den Kirchen der westlichen Traditionen. Dies erfordert freilich auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den syrischen Kirchen selbst, um ihr reiches theologisches, liturgisches und literarisches Erbe im Geiste der Einheit weiterzugeben. 

Auch der interreligiöse Dialog bleibt von entscheidender Bedeutung, insbesondere in den pluralistischen und säkularen Gesellschaften vieler europäischer Länder. Die syrischen Christinnen und Christen können dabei auf ihre historischen Erfahrungen der Koexistenz und des gegenseitigen Respekts zurückgreifen, vornehmlich im Nahen Osten und in Indien. 

Die komplexe Situation erfordert fundierte akademische Reflexion, einen interdisziplinären und interkonfessionellen Austausch sowie einen aktiven Dialog zwischen Kirchenführern und Gläubigen, speziell mit jungen Menschen, die die Verantwortung für die Bewahrung und Erneuerung des syrischen Erbes in ihren neuen europäischen Heimatländern in die Zukunft tragen sollen.