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Ökumene im Irak: Chaldäischer Patriarch besucht historisches syrisch-orthodoxes Kloster

25. August 2026

Patriarch Paul III. Nona und syrisch-orthodoxer Erzbischof al-Shamani betonen im Kloster Mar Mattai notwendigen Zusammenhalt der Christen im Irak - Das Kloster Mar Mattai gehört zu ältesten erhaltenen christlichen Klöstern der Welt

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Foto: chaldeanpatriarchate.com

Erbil, 25.08.26 (poi) Der chaldäische Patriarch Paul III. Nona hat im Nordirak das historische syrisch-orthodoxe Kloster Mar Mattai besucht und dabei die Notwendigkeit der christlichen Einheit bekräftigt. Patriarch Nona wurde vom chaldäischen Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, begleitet. Im Kloster wurden sie von den syrisch-orthodoxen Erzbischöfen Timotheus Mousa al-Shamani und Nicodemus Daoud Matti Sharaf sowie weiteren Bischöfen, Priestern und Mönchen empfangen, wie das chaldäische Patriarchat auf seiner Website mitteilte. 

Erzbischof al-Shamani dankte Patriarch Nona für seinen Besuch im Kloster, das einen integralen Bestandteil des christlichen Erbes des Irak darstelle. Der Erzbischof unterstrich die tief verwurzelten historischen Verbindungen zwischen der Chaldäisch-katholischen und der Syrisch-orthodoxen Kirche im Irak und hob die Bedeutung ihrer langjährigen Beziehung hervor. 

Patriarch Nona dankte seinerseits den Erzbischöfen und den begleitenden Geistlichen für den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Kirchen zum Wohle der Gläubigen. Nona lobte das reiche Erbe des Klosters und die jahrhundertelange christliche Geschichte, die sich in diesem Ort widerspiegeln würde. Das Kloster sei ein bleibendes Zeugnis der christlichen Präsenz und des christlichen Erbes des Irak. 

Eines der ältesten christlichen Klöster der Welt 

Das Kloster Mar Mattai befindet sich auf dem Berg Dschabal Alfaf und ist eines der ältesten existierenden christlichen Klöster der Welt. Zudem ist das Kloster für seine beträchtliche Sammlung von syrisch-christlichen Manuskripten bekannt. Das Kloster, in dem nur mehr wenige Mönche leben, ist nach wie vor ein bedeutender Anziehungspunkt für Christen aller Konfessionen, genauso aber auch für Muslime. 

Der Klostergründer Mar Mattai (Matthäus) stammte aus der Nähe der Stadt Diyarbakir (in der heutigen Türkei). Er spielt für das syrische Christentum eine bedeutende Rolle, nicht nur als Klostergründer. Als Gründungsdatum für das Kloster wird das Jahr 363 angegeben. Im 9. Jahrhundert soll das Kloster 7.000 Mönche gezählt haben. 

Das Kloster ist rund 35 Kilometer von Mossul entfernt. Am Fuße des Berghangs gibt es einige christliche Dörfer. Diese wurden 2014 vom IS eingenommen und verwüstet. Das Kloster selbst, das von den kurdischen Peschmerga verteidigt wurde, konnten die IS-Terroristen nicht einnehmen.