Orthodoxes Kloster in St. Andrä: Feierliche Weihe der Klosterkapelle
23. September 2026
Festliche Liturgie mit Metropolit Arsenios am 26. September
Foto: facebook.com/orthodoxesklosteroesterreich
Eisenstadt, 23.09.26 (poi) Am Samstag, 26. September, laden die Mönche des orthodoxen Klosters in St. Andrä/Zicksee zur feierlichen Weihe der neuen Klosterkapelle. Der Liturgie wird Metropolit Arsenios (Kardamakis) vorstehen. Die Feierlichkeiten beginnen bereits um 7 Uhr früh. Die Kapelle ist dem Apostel Bartholomäus geweiht. Das orthodoxe Kloster mit seiner neuen Kapelle hat sich in den vergangenen Monaten bereits zu einem großen Anziehungspunkt für orthodoxe Pilger aus ganz Österreich und darüber hinaus entwickelt, wie Beiträgen auf der Website des Klosters und der Metropolis von Austria zu entnehmen ist.
Das orthodoxe Klosterprojekt in St. Andrä wurde 2014 gestartet, als die katholische Diözese Eisenstadt dafür ein Grundstück in St. Andrä zur Verfügung stellte. Der Bau eines neuen Klosters - der Grundstein wurde im September 2020 gelegt - verzögerte sich seither immer wieder. Die Mönchsgemeinschaft vor Ort besteht aber bereits seit 2016, als in St. Andrä zwei Häuser gekauft wurden, die zu einem kleinen Kloster mit Kapelle, Gästehaus und Mönchszellen umgestaltet wurden, wo die Mönche ihr spirituelles und liturgisches Leben pflegen. Die Integration in die Ortsgemeinschaft ist inzwischen gut gelungen.
Die kleine Klostergemeinschaft wird von Metropolit Arsenios (Kardamakis) als Abt geleitet, der freilich nicht ständig vor Ort ist. Als Vertreter des Metropoliten vor Ort im Kloster fungiert P. Raphael (Vouvidis). Er gab unlängst im "Pro Oriente"-Magazin einen Einblick in das klösterliche Leben in St. Andrä, das sehr stark von Gebets- und Dienstzeiten geprägt ist. Vouvidis beschrieb den geregelten Tagesablauf: "Wir stehen werktags um 5 Uhr auf, und jeder hat sein persönliches Gebet in seinem Zimmer. Jeden Tag von 6 bis 9 Uhr ist dann der Gottesdienst, die Liturgie. Sonntags beginnt der Gottesdienst eine Stunde später, dauert also von 7 bis 10 Uhr, damit die Menschen den Gottesdienst leichter besuchen können."
Werktags gebe es nach dem Gottesdienst um 9 Uhr ein kleines Frühstück. Von 10 bis 12 Uhr habe dann jeder Mönch seine Dienstzeit, "in der Dienste wie Kochen, Einkaufen und Gartenarbeit geleistet werden". Derzeit renoviere man zudem das Kloster, und auch die Pilgerbetreuung und pastorale Tätigkeiten gehörten zu den Diensten.
Vouvidis: "Von 12.15 bis 12.45 Uhr haben wir eine kleine Bittandacht zur Muttergottes. Von 13 bis 13.30 Uhr ist das Mittagessen und von 14 bis 16.30 Uhr haben wir wieder Dienste." Von 17 bis 18.15 Uhr finde bereits der Abendgottesdienst statt; im Anschluss daran gebe es ein kleines Abendessen. Um 20 Uhr beginne schließlich die Zeit des persönlichen Gebets und des persönlichen Studiums, "was uns Mönchen, besonders den jungen wichtig ist". Spätestens um 22 Uhr sei Nachtruhe, damit man den nächsten Tag um 5 Uhr beginnen kann.
Infos: https://www.facebook.com/orthodoxesklosteroesterreich