PRO ORIENTE: Gebet und Einsatz für Christen in Not müssen Hand in Hand gehen
23. März 2026
Gottesdienst für weltweit verfolgte und diskriminierte Christinnen und Christen im Alten Dom in Linz
Symbolbild: EDW / Stephan Schönlaub
Linz, 23.03.26 (poi) Die Linzer PRO ORIENTE-Sektion und die "Initiative Christlicher Orient" (ICO) luden am Sonntagabend zu einem Gottesdienst in den Alten Dom in Linz, der ganz im Zeichen des Gedenkens an verfolgte und diskriminierte Christinnen und Christen in aller Welt stand. Dem Gottesdienst stand der Linzer Bischofsvikar und ICO-Obmann Slawomir Dadas vor. Der Linzer PRO ORIENTE-Vorsitzende Josef Pühringer rief eingangs des Gottesdienstes zu mehr Einsatz für Religionsfreiheit weltweit auf.
Es seien weltweit mehr als 350 Millionen Christinnen und Christen, die durch Gewalt, Vertreibung, Diskriminierung oder Überwachung ihrer fundamentalen Menschenrechte beraubt würden, so Pühringer. Ebenso bedrückend sei die Reaktion der westlichen Demokratien, die die Verfolgung der Glaubensgeschwister kaum thematisierten. Das Thema finde viel zu selten den Weg in die Schlagzeilen der Medien. Pühringers Appell: "Wir dürfen nicht länger wegschauen."
Ähnlich äußerte sich auch ICO-Obmann Slawomir Dadas: „Wir möchten möglichst viele Menschen motivieren, unsere Schwestern und Brüder im Glauben zu unterstützen und ihnen eine faire Lebenschance zu ermöglichen.“ Die ICO konzentriere ihre Arbeit darauf, besonders verletzliche Menschen und Gemeinschaften zu unterstützen; etwa im Irak, in Syrien oder im Libanon. Ziel sei es, den Menschen vor Ort zu helfen, "trotz schwieriger Umstände, ein Leben in Würde als christliche Gemeinschaft oder auch als Einzelne gestalten zu können".
In elf Ländern weltweit kann laut den Initiatoren des Gedenkgottesdienstes eine Christenverfolgung in extremem Ausmaß festgestellt werden, in weiteren 44 Ländern liegt ein sehr hohes Maß an Einschränkungen vor. Besonders dramatisch ist demnach die Lage der Christinnen und Christen in Teilen Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens. In Ländern wie Nigeria, Somalia oder Afghanistan seien Christinnen und Christen massiver Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. Auch in Staaten wie Iran, Pakistan oder Indien komme es immer wieder zu Diskriminierung, Angriffen auf Kirchen oder Gewalt gegen christliche Gemeinschaften.
Die österreichischen Bischöfe haben schon vor Jahren den 5. Fastensonntag ("Passionssonntag") zum Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christinnen und Christen erklärt. Entsprechend gehört laut Sektionsvorsitzendem Pühringer der Einsatz gegen Christenverfolgung seit Jahren zu den Kernaufgaben von PRO ORIENTE Linz. Die Sektion stellt zum Passionssonntag allen Pfarren der Diözese Linz Materialien zur Verfügung, die in den Gottesdiensten verwendet werden können. So findet in vielen Pfarren inzwischen zumindest im Rahmen der Fürbitten das Anliegen seine Aufnahme.