PRO ORIENTE lädt zu Ökumene-Symposion über "Hymnus Akathistos"
30. September 2026
Tagung am 6. Oktober in Wien wirft Blick auf eine der ältesten Mariendichtungen aus orthodoxer, katholischer und evangelischer Sicht
Wien, 30.09.26 (poi) Die Stiftung PRO ORIENTE lädt mit vielen weiteren Veranstaltern am 6. Oktober zu einem ökumenischen Symposion in Wien. Im Mittelpunkt steht der (orthodoxe) "Hymnus Akathistos". Die Orthodoxe Kirche begeht 2026 das Jubiläum "1.400 Jahre Akathistos-Hymnus". Der Hymnus preist die Muttergottes und spielt im liturgischen Leben der Orthodoxen Kirche eine wichtige Rolle. Inwieweit darüber hinaus der Hymnus aber auch für die katholische und evangelische Kirche bedeutsam sein kann, versucht das Symposion im Wiener Curhaus (1010, Stephansplatz 3, Stephani-Saal, 18 Uhr) auszuloten.
Referenten sind der Wiener orthodoxe Theologe Prof. Ioan Moga, die Wiener evangelische Theologin Dorothea Haspelmath-Finatti und die Wiener katholische Theologin Prof. Marianne Schlosser. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: "Der Wunder Christi Anbeginn ... 1.400 Jahre Hymnus Akathistos in ökumenischer Perspektive."
Der Lobpreis der Menschwerdung Gottes und seines Heilswirkens im hymnischen Bekenntnis eine die Kirche von ihren Anfängen her, heißt es in einer Ankündigung. Ikonographie, Hymnologie und Mariologie seien Zugänge in ökumenischer Verbundenheit.
Der "Hymnus Akathistos" entstand wohl im Jahr 626, nachdem die erste Belagerung Konstantinopels abgewehrt worden war. Damals wurde die Stadt von einer Koalition aus Awaren, Slawen und Persern angegriffen. Die Gläubige standen während des gesamten Dankesgottesdienstes. Daher rührt der Begriff "akathistos" - was "nicht sitzend" bedeutet. Der Hymnus mit dem vollständigen Titel "Akathistos an die allerheiligste Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria" gilt als eine der ältesten und schönsten Mariendichtung.
Die Bedeutung des Hymnus für die Orthodoxie wird u.a. auch dadurch deutlich, dass Patriarch Bartholomaios I., Oberhaupt der Weltorthodoxie, dem Hymnus im Jubiläumsjahr einen eigenen Hirtenbrief gewidmet hat.
Das Wiener Symposion wird von der Diözesankommission für ökumenische Fragen der Erzdiözese Wien, dem Ökumene-Ausschuss des Wiener Stadtvikariats, dem Andreas Petrus Werk, der Initiative Christlicher Orient und PRO ORIENTE veranstaltet.