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PRO ORIENTE setzt neue Impulse für den katholisch-orthodoxen Dialog

21. Mai 2026

Arbeitssitzung der katholisch-orthodoxen Dialogkommission von PRO ORIENTE stellte Weichen für die kommenden Jahre – U.a. intensive Weiterarbeit an Online-Datenbank www.orthcath.net

POI

Foto: PRO ORIENTE

Wien, 21.05.26 (poi) Vom 18. bis 19. Mai fand im Wiener Schottenstift eine Arbeitssitzung der katholisch-orthodoxen Dialogkommission von PRO ORIENTE statt. Nach einer mehrjährigen Phase, in der intensiv am Thema "Verletzte Erinnerungen heilen" sowie an der Online-Datenbank www.orthcath.net gearbeitet wurde, wurden nun neue Ideen für die Arbeit der Kommission in den kommenden Jahren diskutiert. Dabei kristallisierte sich heraus, dass ein Schwerpunkt künftig die Vernetzung unterschiedlicher katholisch-orthodoxen Dialoggruppen und Dialoginitiativen sein wird, die sich auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Regionen um die Annäherung zwischen den Kirchen in Ost und West bemühen. 

In den nächsten Monaten wird zudem intensiv an der Fertigstellung der Online-Datenbank www.orthcath.net gearbeitet, auf der verschiedene bereits erarbeitete Dokumente im orthodox-katholischen Dialog präsentiert werden. Die mehrsprachige Datenbank, die die Ergebnisse solcher Dialoge in bis zu acht Sprachen enthält und deren vergleichende Untersuchung fördert, soll als Grundlage und Basisinstrument für unterschiedlichste Dialogprozesse dienen. 

PRO ORIENTE-Präsident Clemens Koja bedankte sich zu Ende der jüngsten (hybrid abgehaltenen) Arbeitssitzung bei allen Kommissionsmitgliedern für die ehrenamtliche Mitarbeit und betonte die Bedeutung des inoffiziellen Dialogformats von PRO ORIENTE, mit dem die gerade in der heutigen Zeit so dringend benötigten sicheren Räume für einen offenen und auch kritischen Dialog zur Verfügung gestellt werden können. Er zeigte sich dankbar dafür, dass in der Sitzung das Profil der Kommission geschärft werden konnte, u.a. mit Blick auf die nötige Analyse und Rezeption der bisher erarbeiteten Übereinkünfte im orthodox-katholischen Dialog, die Identifikation neuer Themen für den theologischen Dialog und die weitere Annäherung zwischen den Kirchen sowie die geplanten Vernetzungen von Initiativen. 

Koja zeigte sich auch sehr dankbar für die herzliche Gastfreundschaft und tatkräftige Unterstützung der Arbeit der Kommission durch Abt Nikolaus Poch und die Mönche des Schottenstifts. Die Mitfeier des Chorgebets und die gemeinsamen Mahlzeiten hätten einen wunderbaren Rahmen für die Arbeitssitzungen geboten, der sehr zur positiven Arbeitsatmosphäre beigetragen habe, so Koja. 

In seiner Ansprache zum Abschluss der Tagung würdigte der Abt des Schottenstifts das Engagement der Kommissionsmitglieder sowie aller Mitarbeitenden bei PRO ORIENTE für die Annäherung zwischen den Kirchen und die geleistete Arbeit. Diese Annäherung und der Dialog zwischen den Kirchen seien auch ihm und seinen Mitbrüdern ein wichtiges Anliegen. Er freue sich, dass das Schottenstift mit der Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und des nötigen Rahmens zu dieser Annäherung einen Beitrag habe leisten können, so Abt Nikolaus.