PRO ORIENTE stärkt Jugend und ökumenische Beziehungen im Libanon
29. Oktober 2026
PRO ORIENTE-Workshop in Bikfaya brachte libanesische und syrische junge Christinnen und Christen zusammen - PRO ORIENTE-Delegation im Austausch mit hochrangigen Kirchenvertreterinnen und Vertretern
Foto: PRO ORIENTE
Beirut, 29.10.26 (poi) Vom 23. bis 25. Oktober kamen in Bikfaya im Libanon 40 junge Menschen aus dem Libanon und Syrien zusammen. Der Workshop stand unter dem Motto "Gemeinsam auf dem Glaubensweg, hin zu Heilung und Engagement". Drei Teilnehmende aus dem Irak und Jordanien vertraten die regionale Jugend-Core-Group und erweiterten nochmals die regionale Bedeutung des Treffens. "Es war uns ein Anliegen, unser Versprechen an den jungen Menschen zu halten und sie weiter zu begleiten, gerade weil die politischen Umstände nicht einfach sind und die gesamte Region noch weit entfernt ist von einem Leben in Frieden", so PRO ORIENTE-Programmdirektorin Viola Raheb. Sie war gemeinsam mit PRO ORIENTE-Präsident Clemens Koja in den Libanon gereist.
Erstmals brachte der Workshop Jugendliche aus Syrien und dem Libanon zusammen "und stärkte so den Austausch, die Hoffnung und Gemeinschaft", unterstrich Raheb. Zugleich nützten Raheb und Koja den Besuch im Libanon für Gespräche mit kirchlichen und ökumenischen Persönlichkeiten und Institutionen.
Der armenisch-apostolische Katholikos Aram I. würdigte den Einsatz von PRO ORIENTE für den Dialog zwischen Ost und West und ermutigte dazu, neben theologischen auch soziale und ethische Fragen aufzugreifen. Der maronitische Patriarch Kardinal Mar Bechara Boutros Rai sprach mit der Delegation über ökumenische Beziehungen und die Bedeutung der Förderung junger Christen. Er segnete das Jugendtreffen, das gemeinsam mit "We Choose Abundant Life" veranstaltet wurde.
An der Saint Joseph University in Beirut tauschte sich die Delegation mit Vertreterinnen der Fakultät für Religionswissenschaften und des Forschungszentrums über akademische Zusammenarbeit zur Förderung orthodox-katholischen Dialog aus. Zudem überreichten die PRO ORIENTE-Vertreter dem maronitischen Erzbischof Paul Youssef Matar die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied des PRO ORIENTE-Kuratoriums. Damit würdigt die Stiftung Matars langjähriges Engagement im Dialog mit den Kirchen der syrischen Tradition.
Schließlich traf die Delegation mit Michel Abs, Generalsekretär des Nahost-Kirchenrates (MECC), und der stellvertretenden Generalsekretärin Seta Hadeshian zusammen. Im Gespräch ging es um die Rolle christlicher Institutionen und die gemeinsamen Beiträge zur Förderung christlicher Einheit und des christlichen Zeugnisses in der Region.
Präsident Koja zog eine positive Libanon-Bilanz: "Der Besuch im Libanon hat mir erneut vor Augen geführt, wie wertvoll die langjährigen Beziehungen und das Vertrauen sind, die PRO ORIENTE in der Region genießt. Zugleich wurde deutlich, wie wichtig die Jugendworkshops von PRO ORIENTE im Nahen Osten sind. Die ausgezeichnete und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit We Choose Abundant Life war dabei, wie schon in der Vergangenheit, von großer Bedeutung."